Energiewechsel

Göttingen: AStA gegen undifferenzierte Kritik am Neubauprojekt am Nordcampus

Pressemeldung vom 28. November 2012, 15:56 Uhr

Vorwahlkampf-Stimmungsmache des RCDS wenig sinnvoll

Der AStA kritisiert die gestern veröffentlichte Pressemitteilung des
RCDS zum geplanten Neubau eines Studierendenwohnheims am Nordcampus. Die
darin als Vergleiche angeführten Baumaßnahmen z.B. in München, welche
die zu hohen Kosten des Neubaus am Göttinger Nordcampus belegen sollen,
halten einer eingehenderen Überprüfung nicht stand. Am Beispiel des
Wohnheims in der Münchener Conollystraße zeigt sich die Unsinnigkeit der
Gegenüberstellungen. Es handelt sich dort eben nicht um ein komplett neu
gebautes Wohnheim, sondern um Wohnanlagen im ehemaligen Olympischen Dorf
mit schon vollständig vorhandener Infrastruktur. In Göttingen hingegen
wird ein bisher brachliegendes Grundstück von Grund auf neu bebaut. Auch
die Wohnheimgrößen der genannten Beispiele – in einem Fall von etwa 1
000 Wohnplätzen – machen deutlich, dass ein Vergleich jeder Grundlage
entbehrt.

Der RCDS setzt damit seine Kampagne gegen studentisches Wohnen fort.
Nach dem Vorschlag, kleine Studierendenwohnheime zu schließen,
positioniert er sich nun gegen den ersten Neubau in Göttingen seit 20
Jahren. /“Den Studierenden, die in Göttingen Wohnungen suchen, wird
damit nicht geholfen – im Gegenteil: Der RCDS versucht sich auf dem
Rücken derjenigen zu profilieren, die auf das Angebot des Studentenwerks
angewiesen sind“/, so der AStA-Vorsitzende Tobias Fritzsche. Hierbei
handele es sich häufig um finanziell schlechter gestellte und
internationale Studierende, die ansonsten auf dem Wohnungsmarkt kaum
Chancen auf bezahlbaren Wohnraum hätten. Die Kritik des RCDS an
studentischen Vertreter_innen im Studentenwerk wirke zudem scheinheilig.
Als diese vom Studierendenparlament gewählt wurden, waren keine
Abgeordneten des RCDS im Studierendenparlament anwesend. AStA-Referent
Vincent Lindner dazu: /“Dass der RCDS kurz vor den Hochschulwahlen sein
politisches Mandat wiederentdeckt und an unterschiedlichsten Stellen
versucht, über Stimmungsmache gegen das Studentenwerk und persönliche
Angriffe seine politischen Ziele durchzusetzen, ist wenig verwunderlich.
Eine kritische Auseinandersetzung mit der Politik des Studentenwerks,
die zweifelsohne nötig ist, kann so jedenfalls nicht geführt werden.“/

Grundsätzlich begrüßt der AStA die Initiative des Studentenwerks, ein
neues Wohnheim am Nordcampus zu bauen. /“Unverständlich bleibt aber,
warum sich die niedersächsische Landesregierung nicht an den Kosten
beteiligt“/, so Silke Hansmann, Außenreferentin im AStA. /“Diese Haltung
treibt die Kosten für das Studentenwerk unnötig in die Höhe und trägt
somit aktiv zur aktuellen Wohnraumproblematik bei. Wir fordern die
Landesregierung daher auf, sich an den Kosten des Wohnheimbaus zu
beteiligen und jetzt in Kooperation mit den niedersächsischen
Studentenwerken ein landesweites Wohnraumprogramm für Studierende
aufzulegen“/, so Hansmann weiter.

Darüber hinaus hält der AStA die studentischen Vertreter_innen im
Studentenwerk weiter dazu an, sich für die Vielfalt der Wohnformen für
Studierende in Göttingen einzusetzen. Dazu gehören neben kleinen
Wohnheimen und größeren Gruppenwohnungen ebenso Wohnplätze für Familien,
Studierende mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung. /“Die vom
Studentenwerk angestrebte Einrichtung von Einzelappartements kann nicht
im Sinne der Studierenden sein. Das wissen die Vertreter_innen in den
Gremien des Studentenwerks und versuchen ihren leider begrenzten
Einfluss an geeigneter Stelle geltend zu machen. Sie setzen sich für
eine bunte Wohnlandschaft in Göttingen ein. Oft genug wird dabei auch
Kritik am Studentenwerk und dessen derzeitigem Kurs geübt“/, so
AStA-Referentin Pauline Wildenauer abschließend.

Quelle: AStA Uni Göttingen

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