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Gandersheimer Domfestspiele: Ein Musical über eine schillernde Persönlichkeit

Pressemeldung vom 9. Juli 2014, 13:29 Uhr

Am Freitag feiert „Evita“ Premiere bei den 56. Gandersheimer Domfestspielen

An diesem Freitag, dem 11. Juli, präsentieren die Gandersheimer Domfestspiele die langersehnte Premiere ihrer Musiktheaterproduktion „Evita“. Das Musical um das Leben von Eva „Evita“ Perón, der legendären und glamourösen Präsidentengattin Argentiniens, findet zum zweiten Mal nach 1998 auf der Bühne vor der Gandersheimer Stiftskirche statt. Das Publikum auf der stimmungsvollen Open-Air-Bühne darf sich auf eine Inszenierung freuen, die einen starken Fokus auf die Geschichte der Eva Perón in all ihren Widersprüchlichkeiten legt, dabei aber auch mit schwungvoller Musik und wirkungsvollen Choreografien aufwartet.
Regisseur Craig Simmons inszeniert bereits im dritten Jahr in Folge ein großes Musical auf der knapp tausend Besucher fassenden Freilichtbühne in Bad Gandersheim. Er legt in seiner „Evita“-Inszenierung einen besonderen Fokus darauf, die Geschichte von Eva Perón klar und wertfrei zu erzählen. „Evita war eine außerordentliche und schillernde Figur, die man nicht so leicht in irgendeine Schublade einordnen kann“, beschreibt Simmons die Protagonistin des Musicals. „Ich möchte erreichen, dass sich jeder Zuschauer mit unserer Inszenierung ein eigenes Bild von ihr machen kann.“
Die Rolle der Evita übernimmt die junge und gefragte Darstellerin Franziska Schuster, die bereits im Vorjahr die Hauptrolle der Sally Bowles in Craig Simmons‘ Gandersheimer Inszenierung des Musicals „Cabaret“ spielte. Ihr an der Seite steht als Juan Perón der Musical-Star Hardy Rudolz, der 1997 als erster deutscher Musicaldarsteller überhaupt für eine Hauptrolle am Londoner Westend engagiert wurde. Durch das Stück führt Patrick Stamme in seiner Rolle als Che, ein argentinischer Bauer, der in Simmons‘ Inszenierung gleichzeitig als Moderator und als „Gewissen“ Evitas auf der Bühne fungiert.
Das Evita-Ensemble besteht aus insgesamt dreizehn Darstellerinnen und Darstellern sowie einer Kinderdarstellerin aus der Sing-Akademie Hardegsen. Durch die Besetzung ohne Extra-Chor wird es zu zahlreichen fliegenden Rollenwechseln kommen, das Ensemble verkörpert gleichzeitig das Militär, den Adel und die reichen Bürger, das einfache Volk und viele weitere Rollen. Dadurch werden viele der Rollen im Kostüm ganz spielerisch durch einfache Versatzstücke angedeutet, wie die Bühnen- und Kostümbildnerin Kati Kolb berichtet. Dies gilt natürlich nicht für Eva Perón selbst: „Die schillernden Kostüme von Evita waren ja auch im echten Leben ihr großes Markenzeichen. Auf deren Gestaltung lag natürlich auch unser größtes Augenmerk“, bestätigt Kolb.
Die Musik wird von der bewährten neun-köpfigen Gandersheimer Festspiel-Band live eingespielt. „Wir können tatsächlich zum ersten Mal in Bad Gandersheim ein Musical in der Original-Besetzung aufführen, die genau in dieser Instrumentierung auch am Broadway zu hören war“, freut sich der musikalische Leiter Heiko Lippmann auf die Premiere des Musicals. „Wir spielen die neueste Evita-Version von 2009, die verstärkt auf Latin-Rythmen wie Tango oder Samba setzt und somit viel lebendiger und grooviger ist als die vorherigen Arrangements“, ergänzt Lippmann, der bereits seit 2011 die Musikalische Gesamtleitung der Gandersheimer Domfestspiele inne hat. Erstmals wird in Bad Gandersheim auch der Oscar-gekrönte Song „Verlass mich nie“ zu hören sein, der kein Bestandteil der ersten Evita-Arrangements war, sondern erst für die Verfilmung von 1996 der Evita-Darstellerin Madonna auf den Leib geschrieben wurde.

Die lateinamerikanischen Rhythmen sorgen auch für flotte und abwechslungsreiche Choreografien auf der Festspielbühne. Verantwortlich dafür zeichnet Perón-Darsteller Rudolz, der zuletzt als Regisseur und Choreograf des Musicals „Sunset Boulevard“ am Staatstheater Braunschweig gefeiert wurde. „Wir haben eine ganze Reihe aufwändiger Choreografien vorbereitet, die richtig Spaß machen“, sagt Rudolz nicht ohne Stolz. „Eine der großen Ensemble-Nummern sehen wir gleich ziemlich zu Beginn: die aufregende Ankunft Evitas in Buenos Aires wird von einer 5-minütigen, schnellen Samba-Choreographie begleitet.“
Das Musical „Evita“ ist bereits vor der Premiere der Kassenschlager der 56. Gandersheimer Domfestspiele. Bereits Mitte März wurde die Anzahl der Vorstellungen von sechzehn auf achtzehn aufgestockt. Inzwischen sind knapp 15,000 Karten abgesetzt, und die Premiere selbst ist bereits seit Wochen ausverkauft. Die weiteren Produktionen im Programm der Gandersheimer Domfestspiele, die noch bis zum 24. August laufen, sind die Musical-Uraufführungen „Gefährliche Liebschaften“ und „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“, das Schauspiel „Sommerfrische“ und das Kinder- und Familienstück „Ronja Räubertochter“. Karten und weitere Informationen unter www.gandersheimer-domfestspiele.de sowie 05382/73-777.

Quelle: Gandersheimer Domfestspiele

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