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Emlichheim: Gudrun Roggenkamp als Schiedsfrau für weitere 5 Jahre im Amt bestätigt

Pressemeldung vom 22. November 2012, 09:34 Uhr

Heinrich Wortel zum Stellvertreter bestellt – Jan Roeles scheidet nach 25 Jahren aus

In einer kleinen Feierstunde führte Samtgemeindebürgermeisterin Daniela Kösters die Schieds-
frau Gudrun Roggenkamp in eine zweite Amtszeit für den Bereich der Samtgemeinde Emlich-
heim ein. Gleichzeitig wurde Herr Heinrich Wortel als Stellvertreter von Roggenkamp einge-
setzt. Nach 25 Dienstjahren als Schiedsmann wurde Jan Roeles aus diesem Ehrenamt verab-
schiedet. Als Gast nahm auch Clemens Dust, Vorsitzender der Bezirksvereinigung Osnabrück
im Bund Deutscher Schiedsfrauen und Schiedsmänner (BDS), teil.

In ihrer Ansprache würdigte Kösters die Arbeit von Roeles, die er bereits im Jahre 1992 aufgenommen
hatte. In den ersten 10 Jahren seiner ehrenamtlichen Tätigkeit hatte er die Funktion des stellvertreten-
den Schiedsmannes inne. Von 2002 bis 2007 war er in der Samtgemeinde Emlichheim als Schieds-
mann tätig. In den vergangenen fünf Dienstjahren überließ er Gudrun Roggenkamp die erste Stelle und
arbeitete als Stellvertreter weiter. Kösters dankte auch Roggenkamp für ihr ehrenamtliches Engage-
ment von 2007 bis 2012 als Schiedsfrau und für ihre vorherigen fünf Jahre als Stellvertreterin von
Roeles. Kösters wünschte Roggenkamp und Wortel für die vor ihnen liegenden Amtszeit eine glückli-
che Hand bei der Streitschlichtung.

Ohne Details zu nennen, berichteten Roggenkamp und Roeles von ihren Erlebnissen als Schiedsfrau
bzw. als Schiedsmann. Hauptsächlich ging es um die im Fachjargon sogenannten „Tür- und Angelfäl-
le“, Nachbarschaftsstreitigkeiten oder um Ehrverletzungen. Ihr gemeinsames Fazit ist, dass in Emlich-
heim relativ wenig gestritten wird. Ziel einer Schiedsperson ist es, mit den Parteien einen außergericht-
lichen Konsens zu finden. Roggenkamp machte deutlich, wie wichtig dabei die Gespräche mit den Par-
teien sind, die in den meisten Fällen zu einer Lösung führen. Nach den Worten von Clemens Dust vom
BDS trägt die ehrenamtliche Streitschlichtung zur Entlastung der Gerichte bei. Ein Vorteil sei, dass
sich bei einer gütlichen Einigung keiner als Verlierer fühlen müsse. „Allerdings ist der vorgetragene
Streitgrund oftmals nur die Spitze eines Eisberges“, sagte Dust. Er bedankte sich im Namen des BDS
bei der Samtgemeinde Emlichheim, dass man die Arbeit der ehrenamtlichen Schiedspersonen mit einer
Feierstunde besonders würdige. Das sei nicht überall selbstverständlich.

Quelle: Samtgemeinde Emlichheim

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