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Diakonie im Oldenburger Land: Neueröffnung Fachklinik Weser-Ems

Pressemeldung vom 28. April 2017, 11:15 Uhr

Die ersten Patienten werden am 3. Mai das neue Gebäude beziehen. Dann beginnt die Therapie in der neuen Fachklinik Weser-Ems im Zentrum von Kreyenbrück. Die Klinik befindet sich im südlichen Teil der Stadt Oldenburg mit breitem Kultur- und Freizeitangebot. Umfassende medizinische Versorgungsangebote befinden sich in nächster Nähe. Die Fachklinik Weser-Ems bietet 80 stationäre und 20 ganztägig ambulante Plätze zur Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen. Die Klinik hat vier Stationen mit jeweils zwei Bezugsgruppen. Die Behandlungszeit für Alkohol- und Medikamentenabhängige dauert in der Regel 12 bis 16 Wochen, für Drogenabhängige 20 bis 26 Wochen. Erwartet wird, dass die Betroffenen zur Behandlung bereit sind.

Indikatioren für eine Reha-Behandlung sind Abhängigkeit von Alkohol, Medikamenten, Illegalen Drogen oder neuen psychoaktiven Substanzen. Außerdem werden Patienten behandelt, die neben der Suchterkrankung noch andere Störungen aufweisen, wie Schwer- und Schwersthörigkeit oder Gehörlosigkeit, Verhaltensstörungen, Anfallsleiden, Mediensucht oder Pathologisches Glücksspiel. In der neuen Fachklinik können auch suchtkranke Menschen mit Hörschädigung und Gehörlosigkeit therapiert werden.

Der 10-Millionen-Bau wird geprägt durch zwei ineinander greifende Quadrate, die mehrere überschaubare Wohneinheiten aufnehmen. Für alle Patienten stehen Einzelzimmer mit Nasszelle zur Verfügung. Von den Gängen und gemeinschaftlich genutzten Räumen bieten sich attraktive Ausblicke und Einblicke in die Innenhöfe. Neben den Behandlungsräumen stehen Freizeit-, Kreativräume und Fitnessräume zur Verfügung. Auf jeder Station befindet sich eine Teeküche und im Erdgeschoss eine Cafeteria mit freiem W-LAN für die Patienten. Durch die Einzelzimmer und die überschaubaren Wohneinheiten wird eine eher familiäres Umfeld gestaltet und soziales Miteinander wie Verantwortungsgefühl gefördert. So ist das Angebot in der Klinik durch seine baulichen Strukturen und den strukturierten Tagesablauf darauf ausgerichtet, Ich-Funktionen zu verbessern und gesundheitsfördernde Lebensweisen in Gang zu setzen.

Der Chefarzt der neuen Fachklink, Dr. Manuel Seewald, erklärt: „Unser Ziel ist es, die persönliche Entwicklung der Rehabilitanden durch verschiedene therapeutische Angebote ganzheitlich zu fördern und ihre Fähigkeiten dauerhaft zu sichern. Sie sollen befähigt werden wieder ein möglichst selbständiges und selbstbestimmtes Leben als Teil der Gesellschaft zu führen. Dabei spielt die Erfahrung eine wichtige Rolle, dass man ohne Suchtmittel tragfähige Beziehungen aufbauen und unterhalten, sowie ein befriedigendes Leben führen kann. Zudem soll es der Aufenthalt in unserer Klinik ihnen ermöglichen, den Arbeitsalltag zu bewältigen und erwerbsfähig zu sein.“

Ziel der Fachklinik ist es, Neigungen und Fähigkeiten des Rehabilitanden dauerhaft zu sichern und die persönliche Entwicklung ganzheitlich zu fördern. Patienten sollen ihr Leben wieder selbständig und selbstbestimmt in die Hand nehmen, ohne Suchtmittel zu gebrauchen. Dabei lernen Betroffene wieder tragfähige und befriedigende Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen und zu unterhalten.

„Mitten in der Stadt Oldenburg gibt es nun eine moderne Fachklinik zur Behandlung von Suchterkrankten aus der Weser-Ems Region,“ betont Diakonie-Vorstand Thomas Feld. „Die Fachklinik der Diakonie ist ein Kompetenzzentrum für die Rehabilitation abhängigkeitskranker Menschen. Mit über 40 Mitarbeitenden aus den Bereichen Medizin, Psychologie, Sozialpädagogik, Arbeits-, Beschäftigungs- und Kunsttherapie, Sport- und Physiotherapie, Pflegedienst, Verwaltung und Hauswirtschaft wird die Diakonie künftig Menschen auf ihrem Weg aus der Sucht begleiten und betreuen. Mit der Klinikseelsorge steht Patienten hier auch ein explizit kirchliches Angebot zur Verfügung.“

Mehr Infos unter www.fachklinik-oldenburger-land.de

Quelle: Diakonie im Oldenburger Land

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