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Delmenhorst: Meet the artist: „Christoph Ruckhäberle. Volkskunst Fabrik“

Pressemeldung vom 15. Mai 2017, 15:39 Uhr

Copartikel, die junge Kunstvermittlungsinitiative, lädt Jugendliche ab zwölf Jahren und weitere Interessierte am Mittwoch, 17. Mai, um 19 Uhr zum kostenlosen Vorab-Rundgang durch die neue Ausstellung „Volkskunst Fabrik“ ein. Noch während des Aufbaus wandeln die Teilnehmer durch die Ausstellung, blättern und schnuppern in originalgrafischen Büchern. Abschließend blicken die Gäste dem Künstler Christoph Ruckhäberle (Jahrgang 1972, geboren in Pfaffenhofen an der Ilm) beim letzten Schliff über die Schulter und helfen bei den letzten Handgriffen.

Wieder erstrahlt das Haus Coburg wie von Zauberhand in neuem Glanz. Ganze Räume der Villa werden mit bunten Linolschnitt-Tapeten ausgekleidet, worauf die Öl- und Lackgemälde die Besucher in eine Welt voll bewegter Figuren entführen. Sie tanzen, springen und posieren auf den Wänden.

Am Abend vor der Eröffnung gibt es jedoch noch einiges zu tun. Diesmal geht’s beim Rundgang mit den Copartikeln Luan Lamberty und Insa Melzer auch um den letzten Schliff: Fegen und Schildchen anbringen in einer Ausstellung, die noch keiner kennt.

Die Augen bleiben natürlich trotzdem immer wieder an den farbstarken Bildern, Objekten und den Tapeten haften. Ruckhäberles Werke stellen in ihrer ganzen Farbenpracht alles Fade und Zurückhaltende, was in unseren Städten und Wohnungen gegenwärtig als stylish, minimalistisch und dezent gilt, zur Debatte. Sie sind ein Eingriff in die Kunstgeschichte, Einflüsse aus dem Mittelalter, aber auch gerade aus der Malerei von Matisse, Beckmann, Picasso oder der Pop-Art sind deutlich erkennbar. Der Künstler verarbeitet diese zusammen mit kulturellen Stilmitteln wie Maskierungen aus dem asiatischen, afrikanischen und europäischen Raum zu Charakteren, die auch vor ihren eigenen Hintergründen selbstsicher und unabhängig scheinen.

Die Remise der Städtischen Galerie Delmenhorst lockt mit einer von Ruckhäberle selbst kuratierten Auswahl von Büchern und Grafiken des legendären Lubok-Verlages, der seit seiner Gründung vor zehn Jahren eine Ausdrucksform für informative, satirische und sozialkritische Inhalte darstellt. Hier bekommen Besucher druckgrafische Spezialeditionen und Künstlerbücher zu sehen (und zu riechen). Vielleicht wird im Haus auch der Künstler angetroffen und kurz mit ihm gesprochen, bevor es wieder an die Arbeit geht.

Fragen rund um die Werke, ihren Hintergründen und Techniken können beim gemeinsamen Preview-Rundgang, begleitet von Luan Lamberty und Insa Melzer, diskutiert werden.

Quelle: Stadt Delmenhorst

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