Energiewechsel

Delmenhorst: Kerze am Chanukka-Leuchter wird entzündet

Pressemeldung vom 16. Dezember 2016, 13:41 Uhr

Es ist ein guter Brauch geworden in der Stadt, dass zum jüdischen Chanukka-Fest im Rathaus Kerzen am Chanukka-Leuchter entzündet werden. In diesem Jahr wird am Dienstag, 27. Dezember, um 16 Uhr die vierte Kerze feierlich entzündet.

Die Tradition des Festes, das in Teilen parallel zur christlichen Weihnachtszeit gefeiert wird, ist sehr alt. Chanukka bedeutet „Weihung“ und erinnert an die Wiedereinweihung des Jerusalemer Tempels im Jahr 165 vor Christus. Entweiht wurde der Tempel während der Zeit der Judenverfolgung unter Antiochus IV. Epiphanes, zurückerobert wurde er durch Judas Makkabäus.

Laut der jüdischen Legende war im Tempel nur ein kleiner Krug mit wenig Öl erhalten geblieben. Dennoch reichte dieses wenige Öl auf wundersame Weise für acht Tage. Deswegen wird diese Begebenheit auch das „Lichtwunder“ genannt.

Dabei werden die Kerzen in einer bestimmten Reihenfolge angezündet. Zuerst kommt die in der Mitte. „Schamasch“ wird sie im Hebräischen genannt, was so viel wie das „dienende Licht“ heißt. Sie symbolisiert den Menschen. An dieser ersten Kerze werden dann die weiteren Lichter entzündet, zuerst das am rechten Rand des Leuchters, der Chanukkia. Wenn die letzte Kerze entzündet ist, werden Chanukka-Lieder gesungen, Kinder beschenkt sowie Krapfen und Pfannkuchen gegessen.

Der Chanukka-Leuchter steht seit Mai 2009 als Zeichen der Verbundenheit zwischen der Stadt und der jüdischen Gemeinde im Rathaus. Schüler der Kerschensteiner-Schule hatten ihn während eines Ausbildungsprojektes hergestellt.

Quelle: Stadt Delmenhorst

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