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Delmenhorst: Junger Mann nach Mallorca-Aufenthalt infiziert – Kein Grund zur Panik

Pressemeldung vom 9. Juli 2009, 09:10 Uhr

Erster Fall von Neuer Influenza in der Stadt Delmenhorst
Delmenhorst. Erstmals ist in der Stadt Delmenhorst eine Person an der Neuen Influenza A („Schweinegrippe“) erkrankt. Der junge Mann litt nach einer Mallorca- Reise unter den typischen Grippesymptomen wie hohem Fieber, Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen sowie Schüttelfrost. Eine Untersuchung des Landesgesundheitsamtes in Hannover (NLGA) hat den Verdacht des be- handelnden Arztes heute Mittag bestätigt. Laut Dr. Helge Schumann, Amtsarzt der Stadt Delmenhorst, geht es dem 18-Jährigen und seiner Familie den Umständen entsprechend gut. Der Gesundheitszustand erfordert derzeit keine stationäre Behandlung. „Zur Panik besteht kein Grund“, sagt Dr. Schumann. Es sei mittlerweile der 49. Fall von Neuer Influenza A in Niedersachsen. Nach dem dringenden Verdacht alarmierte der behandelnde Arzt den städtischen Fachdienst Gesundheit. Dieser koordinierte den weiteren Ablauf. „Wir haben Kontakt zur Familie aufgenommen und eine häusliche Quarantäne verordnet“, sagt Dr. Schumann. Dies bedeutet, dass der Patient und seine Familie Kontakt untereinander und zu anderen Leuten vermeiden sollen. Der Virus übertrage sich durch Tröpfchen- und Schmierinfektion. Das Besondere an der Neuen Influenza sei, dass das Virus sowohl Bestandteile vom Menschen als auch von Tieren enthalte. Abstand halten und häufiges Händewaschen mit Seife sei angesagt. Zudem könne durch die Distanz zu niesenden Personen einer Ansteckung aus dem Weg gegangen werden. „Die Neue Influenza ist zwar ansteckender als eine normale Grippe, die Verläufe sind bislang jedoch milder“, erklärt Dr. Schumann. Das Bett hüten muss der junge Mann aus Delmenhorst derzeit nicht. Um weitere Erkrankungen auszuschließen oder sie so schnell wie möglich behandeln zu können, überprüft der Fachdienst Gesundheit außerdem die Kontakte des Erkrankten: „Die Betreffenden werden informiert und blei- ben für sieben Tage in der Überwachung des Fachdienstes Gesundheit“, sagt Dr. Schumann. „Bei Verdacht auf Neue Influenza wird zunächst ein Abstrich aus Nasenlöchern und Rachen genommen.“ Sollte der Labortest beim NLGA – wie in diesem Fall – tatsächlich das Virus nachweisen, könne der Erkrankte mit Mitteln wie „Tamiflu“ oder „Relenza“ behandelt werden. Der Weltgesundheitsorganisation sind weltweit über 94.537 Fälle von Neuer Influenza bekannt. In 429 Fällen hat die Krankheit zum Tode geführt. In Deutschland ist bislang noch kein Sterbefall verzeichnet worden.

Quelle: Stadt Delmenhorst – Pressestelle

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