Energiewechsel

Delmenhorst: Josef-Hospital erhält Hygiene-Qualitätssiegel

Pressemeldung vom 22. August 2016, 13:36 Uhr

Schwerpunkte: Antibiotika-Einsatz und Bekämpfung von MRGN-Erregern

48 Krankenhäuser aus der Ems-Dollart-Region sind kürzlich in Oldenburg mit dem zweiten EurSafety-Qualitätssiegel ausgezeichnet worden. Auch das Josef-Hospital Delmenhorst hat von Niedersachsens Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD) das zweite Qualitätssiegel überreicht bekommen.

„Darauf sind alle Beteiligten im Sinne einer guten Patientenversorgung vor Ort stolz“, sagt der städtische Amtsarzt Dr. Helge Schumann.

Um das Siegel zu erhalten, mussten die teilnehmenden Krankenhäuser in den vergangenen Jahren zehn Qualitätsziele erreichen. Ein Schwerpunkt lag auf dem rationalen Einsatz von Antibiotika.

„Antibiotika sind wertvolle Medikamente, die sparsam und gezielt eingesetzt werden müssen, damit sie auch zukünftig wirksam bleiben“, sagt Gesundheitsministerin Rundt. „Mit der Entwicklung und Umsetzung von Antibiotika-Standards haben die ausgezeichneten Krankenhäuser vorbildliche Arbeit geleistet, das ist ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung multiresistenter Keime.“

Der Antibiotika-Einsatz musste im Rahmen des Siegels mindestens jährlich dokumentiert und hausintern bewertet werden. Ziel war die Entwicklung von Antibiotika-Standards, die für das gesamte Krankenhaus gültig sind. Hierdurch sollte der gezielte und angemessene Einsatz von Antibiotika unterstützt und gefördert werden.

Ein weiteres zentrales Thema des Qualitätssiegels war die Bekämpfung multiresistenter gramnegativer Erreger (MRGN). „Die Ausbreitung multiresistenter gramnegativer Erreger muss im Krankenhaus unter allen Umständen verhindert werden“, betonte Dr. Matthias Pulz, Präsident des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes und Regionalkoordinator des Projekts. „Um dies zu erreichen, ist die frühzeitige Erkennung und ein abgestimmtes Vorgehen von zentraler Bedeutung.“

Gefordert wurde unter anderem die Einrichtung eines standardisierten Hygienemanagements, zu dem auch die Festlegung von Risikobereichen für das Auftreten von multiresistenten Erregern gehört. Die Umsetzung von Hygienestandards musste im Rahmen von Begehungen durch die Gesundheitsämter nachgewiesen werden.

Quelle: Stadt Delmenhorst

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