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Delmenhorst: Chanukkafest (jüdisches Lichterfest)

Pressemeldung vom 3. Dezember 2015, 08:24 Uhr

Am Montag, 7. Dezember, um 16 Uhr wird im Rathaus die zweite von insgesamt acht Kerzen am Chanukka-Leuchter entzündet. Chanukka bedeutet „Weihung“ und erinnert an die Wiedereinweihung des Jerusalemer Tempels im Jahr 165 vor unserer Zeitrechnung. Das Chanukka-Fest dauert acht Tage.

Entweiht wurde der Tempel während der Zeit der Judenverfolgung unter Antiochus IV Epiphanes und zurückerobert durch Judas Makkabäus. Nach jüdischer Legende war im Tempel nur ein kleiner Krug mit wenig Öl erhalten geblieben. Dennoch reichte dieses wenige Öl auf wundersame Weise für acht Tage. Deswegen wird diese Begebenheit auch das „Licht-wunder“ genannt.

Die erste Kerze, die entzündet wird, ist die in der Mitte. Sie wird als das „dienende Licht“ (Schamasch) bezeichnet und ist das Symbol für den Menschen. Am ersten Abend entzündet man mit diesem Licht das erste Licht am rechten Rand der Chanukkia. An den folgenden Abenden fügt man jeweils ein Licht links von den bisherigen hinzu, zündet zuerst die „neue“ Flamme und dann – von links nach rechts – die Flammen, die bereits am Abend zuvor entzündet wurden.

Wenn die letzte Kerze entzündet ist, werden spezielle Chanukka-Lieder gesungen, Kinder beschenkt sowie Krapfen und Pfannkuchen gegessen. Der Chanukka-Leuchter steht seit Mai 2009 als Zeichen der Verbundenheit zwischen der Stadt und der Jüdischen Gemeinde im Rathaus. Schüler der Kerschensteiner-Schule (BBS II) hatten ihn während eines Ausbildungsprojektes hergestellt.

Quelle: Stadt Delmenhorst

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