Energiewechsel

Aurich: Fünf Baustellen werden beim Ulricianum parallel in den Sommerferien abgearbeitet

Pressemeldung vom 8. Juli 2009, 09:05 Uhr

Aurich. Während der Sommerferien werden beim Gymnasium Ulricianum fünf Baustellen gleichzeitig abgearbeitet: die Giebelsanierung des Altbaus, die Fassadensanierung des Naturwissenschaftlichen Traktes, die Dachsanierung des Hauptgebäudes, die Fassaden- und Fenstersanierung des Archivgebäudes sowie die Restaurierung des Trimborn-Gemäldes an der Au0enfront.
Landrat Walter Theuerkauf, der die Maßnahmen gestern in Begleitung von Talea Eiben (Schulamt), Klaus-Georg Bartelt (Immobilien-Verwaltung) und Schulleiter Thade-Wilhelm Risius sowie Vertretern des begleitenden Architekturbüros Ulpts und der Bauleitung besuchte, zeigte sich überzeugt, dass alle Arbeiten bis zum Schulbeginn fertiggestellt werden können.
Die Umsetzung der Fassadensanierung des Naturwissenschaftlichen Fachtraktes ist vorrangig aus energetischen und sicherheitstechnischen Gründen erforderlich. 2008 wurde die Fassade des Naturwissenschaftlichen Fachtraktes zur Bahnhofsseite hin saniert, aktuell laufen die Arbeiten des 2. Bauabschnittes am alten Trakt zur Schulhofseite hin. Im Zuge dieser Arbeiten werden zudem neue Decken mit Energiespar-Beleuchtung eingebaut. Die jetzige, moderne Fassadenausführung wurde in identischer Form bereits beim Zwischenbau und dem Verwaltungsbereich zur von-Jhering-Straße hin erstellt. Die vorhandenen Betonelemente aus Waschbetonplatten werden einschließlich der Leichtmetallfassade vollständig entfernt und durch eine hochgedämmte Aluminium Pfosten-Riegel-Konstruktion ersetzt. Zusätzlich wird die Seitenwand mit einem hoch-wärmegedämmten Verblendmauerwerk ausgeführt.
Bei der Dachsanierung des Altbau-Hauptgebäudes zur von-Jhering-Straßenseite muss die Dachfläche selber nur partiell erneuert werden; die Gauben, Kehlen, Dachrinnen und Fallrohre stehen mehr im Blickpunkt. Dieser Dachbereich ist rund 50 Jahre alt. Im Jahre 2010 soll die Dachfläche zur Schulhofseite hin nachfolgen.
Bei dem Archivgebäude, ein denkmalgeschütztes Haus von 1889, müssen die äußeren Holzsprossenfenster saniert und auch Fassadenschäden beseitigt werden. Aus energetischen Gründen müssen zudem die inneren Fenster-Vorsatzschalen gleichfalls aus Holz ausgeführt werden. Die Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz-Beauftragten des Landkreises Aurich.
Im Zuge der Fassadensanierung an den Altgebäuden wird zudem auf Wunsch der Schulleitung das Trimborn-Gemälde an der Hauptgebäude-Außenfront zur von-Jhering-Straße mit saniert, zumal ein dafür erforderliches Gerüst dafür nicht eigens aufgebaut werden muss.
Landrat Theuerkauf sagte, dass sämtliche Maßnahmen im Gesamtwert von 750.000 Euro bis auf die Fassadensanierung (100.000 Euro) und die Gemäldereparatur (10.000 Euro) über das Konjunkturpaket II abgewickelt werden. Die Schule komme damit auf einen energetisch wie ästethisch aktuellen Stand. Das Ulricianum weise bereits heute einen Heizenergieverbrauchskennwert von nur 105 kWh/qm.a auf, während das Bundesumweltministerium für derartig genutzte Gebäude einen Richtwert von 125 vorgebe. Theuerkauf zeugte sich überzeugt, dass dieser Wert nach den aktuellen Sanierungsschritten deutlich unter 100 kWh/qm.a gesenkt werden kann.
Das Gymnasium Ulricianum wird im kommenden Schuljahr 2009/2010 nochmals um rund 40 Schüler wachsen und dann 2.072 Schülerinnen und Schüler haben. Das bedeutet eine 8-Zügigkeit, wobei 2 Züge in der Außenstelle Moorhusen angesiedelt sind. Da auch das Ulrichsgymnasium in Norden (6-zügig), die IGS Aurich-West (8-zügig) und die IGS Aurich-Ost (4-zügig einschließlich einer Integrationsklasse) trotz der neuen IGS Marienhafe weiterhin einen guten Zulauf haben, sagte der Landrat, dass es sich hierbei „um hoch nachgefragte Schulen“ handele. Das gelte im übrigen nicht nur für den 5. Jahrgang, sondern auch für den Übergang in die 10. und 11. Klasse; insbesondere der Übergang von Schülerinnen und Schülern der KGS Großefehn du Ihlow auf das Ulricianum funktioniere problemlos.
Die jetzigen hohen Schülerzahlen des Ulricianums zeigten aber auch, dass erst in zwei Jahren mit deutlichen Rückgängen zu rechnen sei, wenn zwei Jahrgänge parallel das Abitur ablegen, regulär und als „Turbo-Abi“. Dann müsse der Landkreis in Abstimmung mit der Schule und den Eltern entscheiden, ob zuerst die Nebenstelle in Moorhusen oder die Container auf dem Schulgelände in Aurich aufgegeben werden sollen.

Quelle: Stadt Aurich – Pressestelle

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