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Aurich: Fingerabdrücke werden auf eReiseausweisen für Ausländer, Flüchtlinge und Staatenlose gespeichert

Pressemeldung vom 3. Juli 2009, 16:56 Uhr

Aurich. Seit dem 29. Juni sind die Reiseausweise für Ausländer, Flüchtlinge und Staatenlose – genau wie deutsche Reisepässe – mit einem Chip versehen, auf dem zwei Fingerabdrücke und ein digitales Lichtbild gespeichert werden.

Der elektronische Reiseausweis ist – wie der elektronische Reisepass -Teil einer Sicherheitspolitik, die nach den Anschlägen des 11. September 2001 von der Europäischen Union vereinbart wurde. Mit der neuen Technologie wird ein Höchstmaß an Fälschungssicherheit und Schutz vor Dokumentenmissbrauch erreicht.

Mit der Einführung von eReiseausweisen soll – wie bereits beim eReisepass – die Identitätsfeststellung des jeweiligen Inhabers deutlich verbessert und beschleunigt werden. Darüber hinaus soll mithilfe der gespeicherten Ausweisdaten in Verbindung mit den biometrischen Daten auf dem Chip des im eReiseausweises sowohl eine Nutzung durch eine unberechtigte Person als auch eine Fälschung oder Verfälschung des eReiseausweises verhindert werden.

Für Inhaber von Reiseausweisen, die vor dem Stichtag 29.06.2009 in der bisherigen Form ausgestellt wurden, ergibt sich mit der Einführung der elektronischen Reiseausweise keine Änderung; denn im Umlauf befindliche Reiseausweise (ohne Chip) behalten ihre auf dem Dokument eingetragene Gültigkeit.

Bei der Beantragung eines neuen Reisesausweises werden die Antragsteller jedoch jetzt zur Abgabe zweier Fingerabdrücke aufgefordert. Im Standardfall werden die beiden Zeigefinger flach auf die Sensoroberfläche des Fingerabdruckscanners gelegt und zwei- bis dreimal aufgenommen. Die qualitativ besten Fingerabdrücke werden dann zusammen mit dem Lichtbild und den übrigen personenbezogenen Daten (Name, Geburtsdatum, etc.) elektronisch an die Bundesdruckerei in Berlin übermittelt. Dort wird der Ausweis produziert und dann an die Ausländerbehörde zur Aushändigung zurückgeschickt. Die für die Ausweisbeantragung in den Ausländerbehörden abgescannten Fingerabdrücke werden gelöscht, wenn der Reiseausweis ausgehändigt wurde. Eine Speicherung biometrischer Daten, also z.B. von Fingerabdrücken, in zentralen Datenbanken ist in Deutschland gesetzlich verboten.

Um die Echtheit des Dokuments zu überprüfen und/oder die Identität des Inhabers mit den Papieren zweifelsfrei sicherzustellen, können die durch das Aufenthaltsgesetz befugten Behörden jetzt die im Chip des eReiseausweis gespeicherten Daten auslesen und mit der Person abgleichen. Befugte Behörden sind zum Beispiel die Polizei, die Zollverwaltung, Pass- und Meldebehörden sowie die Ausländerbehörden.

Quelle: Stadt Aurich – Pressestelle

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