Wolfsburg: Virtuelles Bauamt soll kommen - Anträge lassen sich in der Zukunft komplett elektronisch bearbeiten
Pressemeldung vom 15. Januar, 2010, 11:10 am
Wolfsburg. Immer besser, schneller und für den Bürger einfacher will die Stadt Wolfsburg werden. Die Dienstleistungsqualität soll weiter ausgebaut werden. Vor diesem Hintergrund wurde gerade für die Zukunft ein Konzept für ein sogenanntes virtuelles Bauamt entwickelt. Eine entsprechende Vorlage steht auf der Tagesordnung im Planungs- und Bauausschuss der Stadt, der am Donnerstag, 21. Januar, um 16 Uhr in Sitzungszimmer 051 (ehemalige Kassenhalle) im Rathaus A, Porschestraße 49, in Wolfsburg stattfindet.
Zwar werden auch jetzt schon digitale Unterlagen abgegeben, später würden sie dann ausschließlich in einem sogenannten virtuellen Raum bearbeitet werden. Dieses soll die Papierform auf Dauer ersetzen. Wolfsburg würde mit diesem System eine führende Position in Niedersachsen einnehmen. Daneben bietet diesen Service bisher nur Osnabrück und – in nur einem Teilbereich – Braunschweig an.
„Wir haben im Jahr etwa 1.250 Bauanträge. Insgesamt fallen dadurch rund 2.100 Vorgänge an. Dazu zählen unter anderem auch Themen wie Vorkaufsrechte, Baulasten, Denkmalschutz- und Sanierungsgenehmigungen“, erklärt Stadtbaurätin Monika Thomas. Erfahrungsgemäß wird dabei eine Menge Papier produziert, die bewegt werden muss. „Natürlich behalten wir zunächst parallel auch weiterhin die Formulare in der gewohnten Weise. Schließlich haben viele Bürger noch keinen Internetzugang. Auf Dauer wird diese Form sicherlich ganz verschwinden“, erklärt Thomas.
Bei dem Vorhaben kommunizieren und arbeiten die Antragsteller sowie alle weiteren beteiligten Personen und Institutionen nur elektronisch mit Zugriff auf einen eigens für jeden Bauantrag eingerichteten virtuellen Raum, vom Antrag bis hin zur Genehmigung. „Wir erhoffen uns davon mehr Transparenz und vor allen Dingen auch eine weitere Zeitersparnis“, unterstreicht die Stadtbaurätin.
Das virtuelle Bauamt ist ein weiterer Teil des Projektes „eGovernment“, das die Stadt Wolfsburg seit vielen Jahren vorantreibt. Dazu zählt bislang unter anderem das Reservieren von Auto-Kennzeichen oder Plätzen in den Kindertagesstätten der Stadt über das Internet. Ein erster Testlauf mit den papierlosen Bauanträgen soll in der zweiten Jahreshälfte folgen. Die Kosten für das Vorhaben liegen samt Ausstattung bei rund 250.000 Euro.
Quelle: Stadt Wolfsburg – Pressesetelle
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