Wolfsburg: Viele Anrufe im Gesundheitsamt – Interesse an Schutzmaßnahmen ist groß 54 registrierte Fälle der neuen Influenza in Wolfsburg
Pressemeldung vom 7. August, 2009, 11:21 am
Wolfsburg. 54 Personen sind nach heutigem Stand in Wolfsburg an der neuen Influenza erkrankt. Dr. Friedrich Habermann von Gesundheitsamt Wolfsburg hat neben dieser Zahl aber auch eine gute Nachricht an die Wolfsburgerinnen und Wolfsburger: ”Besonders erfreulich ist, dass es in dieser Woche trotz der Zunahme der Fälle zu keiner einzigen Übertragung innerhalb Wolfsburgs gekommen ist. Das zeigt, dass die Isolation der Patienten Zuhause eine erfolgreiche Maßnahme zur Eindämmung der Erkrankung ist.”
Die Mehrzahl der Patienten hat sich im Urlaub infiziert. Meistens handelt es sich um junge Leute, die Urlaub im Süden gemacht und dabei ausgiebig gefeiert haben.
Wurde eine Erkrankung festgestellt, verhalten sich die meisten Patienten sehr kooperativ und haben Verständnis für die Anordnungen des Gesundheitsamtes. ”Nach unseren Erfahrungen geht die größte Infektionsgefahr wie zu erwarten von Patienten aus, die Husten und Niesen. Diese Personen sollten sich bei Verdacht auf eine Infektion mit der neuen Influenza unbedingt bis zur Abklärung zuhause aufhalten”, sagt Habermann.
Viele Patienten und beunruhigte Bürgerinnen und Burger rufen derzeit beim Gesundheitsamt an und erkundigen sich vor allem zu möglichen Übertragungswegen oder notwendigen Schutzmaßnahmen. Allein am Donnerstag suchten etwa 100 Anrufer telefonischen Rat.
”Gerade weil die Beunruhigung in der Wolfsburger Bevölkerung recht groß ist, möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass die neue Influenza – zumindest derzeit – nicht gefährlicher ist als die normale saisonale Grippe. An der Grippe erkranken jedes Jahr unzählige Menschen. Und obwohl die Krankheit manchmal gefährlich verläuft, lässt sich nur ein Bruchteil der Risikopatienten impfen. Bei aller Sorge um die Ausbreitung der Schweinegrippe dürfen diese Fakten nicht aus dem Auge verloren werden”, so Habermann.
Mit den jetzigen Maßnahmen kann die Erkrankung allerdings nicht völlig eingedämmt werden. Die Zahl der Neuansteckungen soll jedoch reduziert werden, bis ein Impfstoff zur Verfügung steht. ”Nach meiner Einschätzung sind wir hier auch auf einem erfolgreichen Weg. Deswegen auch noch einmal Dank an alle Bürgerinnen und Bürger, die sich bisher an die teils angeordneten, teils freiwilligen Hygienemaßnahmen gehalten haben”, fügt Habermann hinzu.
Quelle: Stadt Wolfsburg – Pressesetelle
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