Wolfsburg: Energieeffizienz bei denkmalgeschützten Gebäuden
Pressemeldung vom 29. Juni, 2009, 4:03 pm
Fachtagung im Alvar-Aalto-Kulturhaus in Wolfsburg
Wolsburg. Wie saniere ich ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäude und erhalte dabei gleichzeitig die Bausubstanz visuell sowie substanziell und erreiche dabei noch eine verbesserte Energieeffizienz? Das war Thema einer Fachtagung der Architektenkammer Niedersachsen, die mit der Unterstützung der Neuland Wohnungsbaugesellschaft mbH, dem Verband der Wohnungswirtschaft in Niedersachsen und Bremen, der Stadt Wolfsburg und dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege heute im Wolfsburger Alvar-Aalto-Kulturhaus stattgefunden hat.
Fast 150 Teilnehmer hatten sich zu der Veranstaltung angemeldet. “Mit so viel Resonanz haben wir gar nicht gerechnet. Das zeigt, dass das Thema nach wie vor sehr aktuell ist”, zeigte sich Stadtbaurätin Monika Thomas begeistert.
Vorträge und Diskussionen hatten vornehmlich die Sanierungen im Wohnungsbau im Blick. Beispielhafte Projekte aus Niedersachsen wurden vorgestellt. Die Frage, wie private Bauherren für das Thema sensibilisiert und ermutigt werden können, ihre Immobilie energetisch zu verbessern, spielte eine wichtige Rolle.
Als Förderprojekt des Bundesbauministeriums im Rahmen der Initiative “Kostengünstig qualitätsbewusst Bauen” hat die Architektenkammer Niedersachsen in Zusammenarbeit mit der Bundesarchitektenkammer fünf beispielhafte Projekte vom Entwurf bis zum Einzug filmerisch begleitet. Während der Fachtagung wurden diese Beiträge erstmals gezeigt.
Neue rechtliche Rahmenbedingungen wie die Einführung des Energieausweises werfen zudem Fragen zur Umsetzung und Anwendbarkeit bei Baudenkmalen und Nichtwohngebäuden auf. Die Hürden von Klima- und Denkmalschutz gleichermaßen zu meistern, bedeutet, Stand und Umfang der Vorhaben zur energetischen Verbesserung hinsichtlich ihres energetischen, wirtschaftlichen, konstruktiven und gestalterischen Einflusses zu erfassen und auszuwerten.
Vorträge der Architekten Professor Jens P. Fehrenberg (Hildesheim), Winfried Brenne (Berlin) und Thomas Dittert (Hamburg/Hannover) behandelten Wohnbauprojekte unterschiedlichster Epochen des 20. Jahrhunderts.
Darüber hinaus wurde die Sanierung am Beispiel des Projekts Gustav-Freytag-Straße 1 der Neuland Wohnungsbaugesellschaft gezeigt. Das Vorhaben wurde initiiert, um die Rahmenbedingungen für die energetische Sanierung von 1.000 Wohnungen des zwischen 1936 und 1945 entstandenen Innenstadt-Quartiers festzulegen, das als städtebauliches Ensemble denkmalgeschützt ist.
Quelle: Stadt Wolfsburg
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