Wilhelmshaven: OB Menzel zu Hilfestellung des Landes bei Raffinerie
Pressemeldung vom 6. August, 2010, 12:42 pm
Oberbürgermeister Eberhard Menzel begrüßt die von Ministerpräsident Mc
Allister zugesagte Hilfestellung des Landes bei der Suche nach einem Käufer
bzw. Investor für die Raffinerie von Conoco Phillipps in Wilhelmshaven. Dies
sei angesichts der Tatsache, dass ansonsten der Raffineriestandort
Wilhelmshaven im Bestand gefährdet sei, äußerst wichtig. Von den Konzernen
selbst gebe es bisher keine Signale und Antworten auf die immer drängender
werdenden Fragen, gerade im Interesse der dort Beschäftigten. Der
Oberbürgermeister begründet dies damit, dass ja die abgesagten Investitionen
sowohl bei Conoco Phillipps als auch bei INEOS von den Konzernen mit der
Notwendigkeit begründet waren, dies im Interesse der Stärkung des Standortes
Wilhelmshaven und der Zukunftsfähigkeit der Produktionen tun zu wollen.&edsp;
Die Äußerungen des Allgemeinen Wirtschaftsverbandes Wilhelmshaven-Friesland
und der Wilhelmshavener Hafenwirtschaftsvereinigung sind für
Oberbürgermeister Eberhard Menzel nicht ganz verständlich. Bei den
jeweiligen Investitionsabsagen habe er sich immer in der Lage befunden,
allein auf weiter Flur zu sein und an der Klagemauer zu stehen. Deshalb
würden relativierende und beschwichtigende Erklärungen nicht weiterhelfen,
Tatsache sei, dass über Jahre hinweg verkündete Investitionen in Höhe von
rund 5 Mrd. Euro nicht realisiert werden. Die Aussage, wirtschaftliche
Zwänge hätten zur Absage der Investitionen geführt, sei ebenfalls falsch. Im
Wall Street Journal wird in den letzten Tagen ausgeführt, dass Conoco
Philipps seinen Überschuss im abgelaufenen Quartal verfünffacht habe, dieser
belaufe sich im Vergleich zum Vorjahr auf 4,2 Mrd. US-Dollar.
Wirtschaftliche Zwänge, so Oberbürgermeister Eberhard Menzel, sehen wohl
anders aus. Zu INEOS gab es übrigens am 29. Juli 2010 eine
Presseveröffentlichung, nach der INEOS im belgischen Zwijndrecht ein neues
Tiefsee-Terminal für die Einspeisung von bis zu 1 Mio. Jahrestonnen Ethylen
in das nordwesteuropäische Pipeline-Netz bauen werde. Hier gab es ähnliche
Planungen für Wilhelmshaven.
Quelle: Stadt Wilhelmshaven
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