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Wilhelmshaven: METHADONVERSORGUNG OB Menzel weist Behauptungen der KV zurück

Pressemeldung vom 22. Januar, 2010, 12:24 pm

Wilhelmshaven. Oberbürgermeister Eberhard Menzel hat die Behauptungen der Kassenärztlichen Vereinigung auf seine öffentliche Kritik zum Thema Methadonversorgung als unzutreffend zurückgewiesen. Herr Steiner, Assistent des Geschäftsführers der Kassenärztlichen Vereinigung und in Wilhelmshaven tätig, hat einen für den 9. Dezember 2009 festgesetzten Besprechungstermin am 7. Dezember 2009 telefonisch abgesagt. Dies geschah mit der Begründung, es sei alles geregelt, deshalb bestehe kein weiterer Gesprächsbedarf. Mit „alles eingetütet“ war die Raumsituation gemeint, die allerdings von den substituierenden Ärzten wegen der Unwirtschaftlichkeit des Angebotes abgelehnt wurde.

Die ihm, so Oberbürgermeister Eberhard Menzel, bekannten „Bemühungen“ der Kassenärztlichen Vereinigung seien nicht geeignet, Ärzte für die Substitutionstherapie zu begeistern. In zwei Rundschreiben der Kassenärztlichen Vereinigung gebe es lediglich zwei allgemeine Hinweise zu der sich in Wilhelmshaven ergebenden Situation.

Im Übrigen war in einem Gespräch am 26. November 2009 der Einsatz von Herrn Scherbeitz und Herrn Eskuchen zugesagt worden, sich auf der nächsten Sitzung des Bezirksvorstandes des Kassenärztlichen Vereinigungsbezirkes Wilhelmshaven am 3. Dezember für eine Stärkung der Substitutionsbehandlung durch eine Doppelnutzung der für Wilhelmshaven geplanten zentralen Notdienstpraxis auch für Substitutionszwecke oder durch Befürwortung einer höheren Sicherstellungszusage und/oder Durchführung der Substitution unter Regie der Kassenärztlichen Vereinigung einzusetzen. Außerdem sollte geprüft werden, ob für eine ausschließliche Substitutionspraxis bei der Berechnung der Höhe der Sicherstellungsleistung ein vergleichender Wert bereits existierender Einrichtungen (z. B. Substitutionsambulanz der Rose 12 in Oldenburg) angesetzt werden kann. Wie bereits ausgeführt, wurde der für den 9. Dezember festgesetzte zweite Besprechungstermin, auf dem das Ergebnis der Entscheidungen am 3. Dezember bekannt gegeben werden sollte, dann abgesagt. Seitdem gibt es von der Kassenärztlichen Vereinigung keine neuen Informationen.

Auch dies zeigt deutlich, dass es keine besonderen Anstrengungen der Verantwortlichen der Kassenärztlichen Vereinigung gibt, die Probleme zu lösen. Diese haben sich dadurch vergrößert, dass seit 2 ½ Monaten keine neuen Patienten mehr in die Substitutionstherapie aufgenommen werden.

Quelle: Stadt Wilhelmshaven – Pressestelle

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