Vechta: Standort Vechta muss erhalten bleiben – Resolution gegen Auflösung…
Pressemeldung vom 10. Februar, 2010, 1:19 pm
Der Verwaltungsausschuss der Stadt Vechta hat in seiner Sitzung am gestrigen Dienstag, 09.02.2010 eine Resolution gegen die Auflösung der Außenstelle Vechta der Landesschulbehörde verabschiedet. Darin wird u.a. der Erhalt dieser Einrichtung in Vechta gefordert und der eingeschlagene Weg der Landesregierung als falsch angesehen. "Bereits seit dem Sommer 2009, also unmittelbar nachdem die Pläne für eine mögliche Schließung des Standortes Vechta bekannt wurden, bemühen wir uns um den Erhalt der Außenstelle in der Universitätsstadt Vechta" so Bürgermeister Uwe Bartels. In diesem Zusammenhang wies Bartels auf seine Schreiben an die Nds. Kultusministerin Heister-Neumann und an die Abgeordneten Dr. Stephan Siemer und Claus-Peter Poppe hin. "Es hat jedoch den Anschein, dass unsere guten Argumente in Hannover ungehört bleiben" so Bartels weiter. "Wir haben uns daher entschieden, unsere berechtigte Forderung mit einer Resolution nochmals eindringlich zu bekräftigen" so Bartels weiter. Abschließend bat er die hiesigen Abgeordneten des niedersächsischen Landtages, sich in Hannover für den Erhalt des Standortes Vechta einzusetzen. Die Resolution im Wortlaut:
&edsp;"Die Stadt Vechta fordert den Erhalt der Außenstelle Vechta der Landesschulbehörde. Die Stadt Vechta hält nach wie vor die von der Landesregierung geplante organisatorische Neuausrichtung in Form einer Zentralisierung für den falschen Weg. Insbesondere ist die Auflösung der Außenstelle Vechta nicht interessengerecht und nicht akzeptabel. Durch eine zentrale Verwaltung der Landkreise Vechta und Cloppenburg von Oldenburg aus gehen über Jahrzehnte entstandene "kurze Dienstwege" verloren. Bereits seit Anfang der 50er Jahre existiert in Vechta zur Versorgung der Fläche eine Schulaufsicht (zunächst Schulrat, dann Schulaufsichtsamt, seit 1998 sind die LK Vechta und Cloppenburg als eine Außenstelle der Landesschulbehörde zusammengefasst). Die gute Entwicklung der Schulen im Oldenburger Münsterland – eine Region mit positiver demographischer Entwicklung – ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen. Die Betreuung der Schulen in den Landkreisen wird durch die geplante Neuausrichtung zunehmend anonymisiert. Der konkrete Ansprechpartner vor Ort wird zukünftig fehlen. Eine vermehrte bloße telefonische Betreuung wird die Folge sein. Durch die Notwendigkeit des Überbrückens weiter Wege (z.B. Oldenburg – Neuenkirchen) wird viel Arbeitszeit "auf die Straße verlagert werden". Das selbst gewählte Kriterium der Landesregierung einer maximalen Fahrzeit von 60 Minuten zwischen Behörde und Schule wird nicht eingehalten. Regionale Identitäten werden ebenso wenig berücksichtigt wie du enge Verbindung zur Universität Vechta und damit zur Lehrerausbildung. Die Schullandschaft steckt in einem tiefgreifenden Veränderungsprozess. Grundschulen vollziehen den Wandel zu Offenen Ganztagsschulen, die Zusammenarbeit von Haupt- und Realschulen wird neu geordnet, Bekenntnisschulen geraten durch eine sich ändernde Konfessionsverteilungen in den Kommunen zunehmend unter Druck. Damit ist zukünftig ein Beratungsbedarf von ganz erheblichem Umfang gegeben. Das Oldenburger Münsterland muss daher weiterhin durch eine in der Region ansässige Außenstelle betreut werden. Aus den vorstehenden Gründen ist die organisatorische Neuausrichtung aus Sicht der Stadt Vechta abzulehnen. Die Stadt Vechta appelliert erneut an das Nds. Kultusministerium und die Landesregierung, den Standort Vechta der Landesschulbehörde aufrechtzuerhalten.
Quelle: Stadt Vechta
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