Pressemeldungen aus Niedersachsen





Oldenburg: Überall ist es besser, wo wir nicht sind Filmretrospektive zum Mauerfall – GrenzLinien. Umbrüche in Ost und West

Pressemeldung vom 11. November, 2009, 9:11 am

Oldenburg. Cineastische Glanzlichter zum Thema Mauerfall zeigt das Kino Cine k in der Kulturetage. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe GrenzLinien. Umbrüche in Ost und West setzen das Medienbüro Oldenburg e. V. und das städtische Kulturbüro ihre gemeinsame Filmreihe fort. Die nächsten Filme sind an den 16. und 23. November zu sehen, jeweils 20.30 Uhr, Kino Cine k, Bahnhofstraße 11. Zu allen Filmen gibt es eine kurze Einführung. Der Eintritt beträgt 6 Euro, 4er Karte 20 Euro. Weitere Infos sind in Internet unter www.cine-k.de und im Flyer GrenzLinien. Umbrüche in Ost und West unter www.oldenburg.de (Stichwort GrenzLinien) zu finden.

Am Montag, 16. November, folgt der Film Überall ist es besser, wo wir nicht sind von Michael Klier. Der Film handelt von den zwei jungen polnischen Flüchtlingen Jerzy und Ewa im Jahr 1988, die auf der Suche nach einem Ort sind, an dem sie glücklich werden können. Der Regisseur erzählt von der unermüdlichen Hoffnung der beiden, im Westen könne dieses Fernweh enden. Jerzy und Ewa gelingt unabhängig voneinander die Flucht, doch egal ob Warschau, Berlin oder später New York, die Orte gleichen sich in ihrer tristen Ausstrahlung. Die beiden müssen ihre Utopien vom Westen revidieren. Der Film wurde unter anderem mit dem Preis der deutschen Filmkritik und dem Adolf-Grimme-Preis für Drehbuch und Regie 1990 ausgezeichnet.

Als Abschluss der Kinoreihe ist am Montag, 23. November, der Film Igla / Die Nadel zu sehen. Der Film von Raschid Nugmanow spielt am ausgetrockneten Ufer des Aralsees und in Alma-Ata, wo der junge kasachische Student Moro den Kampf gegen die lokale Drogenmafia aufnimmt. Der Film aus dem Jahr 1988 ist eines der kraftvollsten filmischen Zeugnisse der unter Gorbatschow eingeleiteten Umwälzungen in der Sowjetunion. Er gilt als ein Schlüsselwerk der kasachischen Neuen Welle und als erfolgreichster sowjetischer Perestroika-Film überhaupt.

Die außergewöhnlichen Filme wurden zum Teil erstmals im Frühjahr bei den Internationalen Festspielen in der Filmreihe Winter adé Filmische Vorboten der Wende in Berlin vorgestellt. Sie gewähren auf hohem künstlerischem Niveau aus unterschiedlichen Blickwinkeln einen authentischen Blick auf das Leben unter totalitären Bedingungen.

Quelle: Stadt Oldenburg – Pressestelle

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