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Oldenburg: Stadtverwaltung baut um – Bildung steht im Mittelpunkt Neues Amt für Jugend, Familie und Schule entsteht / Fachberatung Schulabsentismus

Pressemeldung vom 8. Dezember, 2009, 3:25 pm

Oldenburg. In der Stadtverwaltung steht eine Umstrukturierung bevor: Zum 1. Oktober 2010 wird das bisherige Amt für Schule und Sport aufgelöst und der Bereich Sport dem Kulturamt zugeordnet. Die Verantwortung für die Schulen geht auf das jetzige Jugendamt über, das in das Amt für Jugend, Familie und Schule umgewandelt wird. Im künftigen Amt für Kultur und Sport wird ein neuer Fachdienst Sport gegründet, der auch zuständig sein wird für die weitere Sportentwicklung in der Stadt. Mit dieser Neuorganisation der Stadtverwaltung möchte die Stadt neue Impulse in Bildung und Sport setzen.

Es geht darum, als Kommune stärker als bisher Verantwortung und Einfluss auf die Bildungsqualität zu nehmen, erläutert Kultur- und Sozialdezernent Martin Schumacher den Hintergrund der geplanten Veränderung in seinem Dezernat. Im neuen Amt für Jugend, Familie und Schule wird deshalb ein Fachdienst Schule und Bildung gegründet. Der Fachdienst soll nicht nur Schulraumplanung betreiben, sondern gemeinsam mit den Schulen dafür sorgen, dass die Bildung in dieser Stadt noch weiter verbessert wird. Eine gute Bildungspolitik ist die beste Sozialpolitik, so Schumacher weiter. Die Aufgabe des neuen Fachdienstes ist es, die Ganztagsbetreuung an Schulen auszubauen, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit mehr Ganztagsgrundschulen gegründet werden können und Schwächen im Bildungssystem ausfindig zu machen.

Ziel der Umstrukturierung ist auch, die Übergänge zwischen den Bildungseinrichtungen, also von der Krippe, über die Kita, Grundschule und weiterführende Schulen bis zur Berufsausbildung zu verbessern, damit mehr Kinder und Jugendliche einen Schulabschluss und eine Berufsausbildung erreichen. Deshalb ist der neue Fachdienst auch für alle Maßnahmen der Jugendberufshilfe zuständig. In einem ersten Schritt soll die Zahl der Schulverweiger verringert werden, so Dr. Frank Lammerding, Leiter des Jugendamtes und künftigen Amtes für Jugend, Familie und Schule. Daher soll zum 1. Oktober 2010 mit der Gründung des neuen Amtes auch eine Fachberatung Schulabsentismus gegründet und ein außerschulischer Lernstandort geschaffen werden.

Kinder und Jugendliche, die unregelmäßig zur Schule gehen, werden dann aufgesucht und erhalten Unterstützung durch die Fachberatung Schulabsentismus. Sollte eine Reintegration in die Schule kurzfristig nicht möglich sein, so können die Kinder und Jugendlichen für einen begrenzten Zeitraum in einem außerschulischen Lernstandort unterrichtet werden. Das Amt für Jugend, Familie und Schule wird nach der Neugründung zirka 480 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben und somit das größte Amt der Stadtverwaltung sein.

Quelle: Stadt Oldenburg – Pressestelle

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