Oldenburg: Monumentendienst unterstützt Besitzer historischer Häuser Mitgliedschaft der Stadt ermöglicht vergünstigte Gebäudeinspektionen
Pressemeldung vom 9. September, 2009, 3:45 pm
Oldenburg. Oldenburg ist bekannt für seine einmalige historische Architektur. Oberbürgermeister Gerd Schwandner liegt diese Seite seiner Stadt besonders am Herzen. Zum 1. September eröffnete er mit der Mitgliedschaft der Stadt Oldenburg im Monumentendienst den Besitzern historischer und denkmalgeschützter Gebäude ganz neue Möglichkeiten, ihre Häuser zu erhalten: Sie bekommen einen kompetenten Ansprechpartner in allen bautechnischen Angelegenheiten rund um ihr historisches Anwesen. Informationen dazu gibt es auch im Internet unter www.monumentendienst.de.
Der Monumentendienst ist ein Informations- und Wartungsdienst für historische Häuser, der von der gemeinnützigen Stiftung Kulturschatz Bauernhof initiiert und durch Unterstützung des Landes Niedersachsen, der teilnehmenden Kommunen sowie der Europäischen Union getragen wird. Auf der Basis eines Public-Private-Partnership zusammen mit den Kommunen im Weser-Ems-Gebiet sollen die Kulturlandschaft prägende Bauwerke und Denkmäler erhalten und gepflegt werden. Gerade für Oldenburg wird diese Institution wertvolle Dienste leisten: Dank der vergleichsweise geringen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg umfasst das Verzeichnis der Baudenkmäler der Stadt Oldenburg heute rund 2.000 geschützte Einzelobjekte und Denkmalgruppen, sagt Christopher Festersen, Fachdienstleiter für Bauordnung und Denkmalschutz.
Im Fachdienst Bauordnung und Denkmalschutz unterstützt ein fachkundiges Team Eigentümerinnen und Eigentümer von Baudenkmälern: Die Mitarbeiterinnen beraten, begleiten die Antragsverfahren nach dem Niedersächsischen Denkmalschutzgesetz und prüfen die geleisteten Erhaltungsaufwendungen zur steuerlichen Anerkennung durch die Finanzbehörden. Wir sehen den Monumentendienst nicht als Konkurrenz zu uns als Unterer Denkmalschutzbehörde, sondern als praxisnahe, tatkräftige Ergänzung, sagt Festersen. Ansprechpartner für Genehmigungen nach dem Niedersächsischen Denkmalschutzgesetz bleibt die Untere Denkmalschutzbehörde.
Der Monumentendienst unterstützt Denkmaleigentümer beim schonenden Erhalt ihrer Gebäude. Durch Inspektionen am Gebäude werden Schadstellen aufgedeckt, mit dem Gebäudeeigentümer besprochen und in einem umfassenden Inspektionsbericht zusammengefasst. Ein solcher Bericht kostet den Hausherren durchschnittlich 250 Euro, sagt Projektleiterin Julia Schulte to Bühne und betont: Durch solche regelmäßigen jährlichen Inspektionen verhindert man, dass beispielsweise eine kleine Leckage im Dach zu einem gravierenden Schaden führt, weil er durch unsere Handwerker der unterschiedlichsten Gewerke früh und professionell erkannt wird. Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Leistungen des Monumentendienstes ist die Mitgliedschaft der Denkmaleigentümer im Monumentendienst. Die Kosten belaufen sich auf jährlich 40 Euro, die allerdings bis zum vollen Betrag von der Öffentlichen Landesbrandkasse Oldenburg erstattet werden kann.
Vorbild und enger Kooperationspartner des Monumentendienstes ist die seit drei Jahrzehnten in den Niederlanden tätige Monumentenwacht Nederland. In der Pilotregion Weser-Ems betreut der Monumentendienst bereits heute rund 700 Kunden.
Quelle: Stadt Oldenburg – Pressestelle
Ähnliche Beiträge:
- Oldenburg: Denkmalprofis informieren Liebhaber alter Häuser Monumentendienst macht Musterinspektion im Oldenburger Ziegelhofviertel
- Oldenburg: Dein Job. Deine Zukunft Stadt Oldenburg wirbt mit breitem Angebot um Auszubildende
- Oldenburg:Aufbewahrung von Waffen: Überprüfungsaktion abgeschlossen Besitzer geben 400 Schusswaffen freiwillig ab
- Oldenburg: Brückenbau für die Zukunft Konzept Familienfreundliche Stadt Oldenburg liegt vor
- Oldenburg: Mit der Laterne durch die Stadt
- Oldenburg: Naturschutz hat Geschichte: Spurensuche im Oldenburger Land Regionaltagung im Alten Landtag
- Oldenburg: Stadt Oldenburg schlägt freiwillige Sperrstunde vor Oberbürgermeister Schwandner bittet alle Gastronomen um Unterstützung
- Oldenburg: Seniorenvertretung der Stadt ist umgezogen Sprechzeiten ab sofort im Neuen Rathaus
- Oldenburg: Modernes Wohnen für kluge Köpfe Studierende denken über Wohnstandorte der Zukunft nach
- Oldenburg: Engel Maxime Selena lockt nach Oldenburg Fünfjährige wirbt für den weihnachtlichen Lambertimarkt





