Oldenburg: Kulturelle Bildung in Oldenburg im Aufwind Verwaltung stellt Konzeptentwurf im Ausschuss vor
Pressemeldung vom 20. August, 2009, 9:05 am
Oldenburg. Die Verwaltung will die Kulturelle Bildung in der Stadt Oldenburg weiterentwickeln und stärken. Der Entwurf zu einem Konzept Kulturelle Bildung in der Stadt Oldenburg soll hierfür die Grundlage bilden und wurde jetzt dem Kulturausschuss in seiner August-Sitzung vorgestellt. Es gibt zwar schon einige viel versprechende Projekte an Schulen und Kultureinrichtungen in unserer Stadt, aber wir wollen mehr davon, sagt Stadtrat Martin Schumacher, Dezernent für Kultur, Schule, Sport, Gesundheit, Jugend und Soziales. Zudem fehle es an einer Vernetzung der Akteure und an einem stetigen Angebot. Schumacher: Viele Projekte laufen nur kurzfristig und verpuffen dann wieder in ihrer Wirkung.
Die vorhandenen Strukturen sollen gestärkt und ein bedarfsorientiertes Unterstützungssystem aufgebaut werden. Darüber hinaus wollen wir Impulse geben für neue Partnerschaften und Projekte, so Schumacher weiter. Zunächst wurde eine erste Bestandsaufnahme über bereits bestehende Verbindungen zwischen Schulen und nicht-schulischen Partnern vorgenommen. Beispielhafte und leicht übertragbare Modellprojekte sollen nun ebenso entwickelt werden wie Förderkriterien für Projekte der Kulturellen Bildung.
Auch das erste Modellprojekt der Kulturellen Bildung in Oldenburg, der KUNSTPASS_OL, ist dem Ausschuss von seinem geistigen Vater, dem Berufsschullehrer Rolf Künzel, erläutert worden. Es wird in Kooperation mit der Fachoberschule Gestaltung im Bildungszentrum für Technik und Gestaltung (BZTG) Oldenburg durchgeführt. Neben den städtischen Einrichtungen Stadtmuseum, Horst Janssen Museum und Edith-Ruß-Haus für Medienkunst sind an diesem Projekt das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte sowie der Oldenburger Kunstverein beteiligt. Unser Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler an die eigenständige Nutzung der Einrichtungen heranzuführen, die in Oldenburg Bildende Kunst präsentieren und mit öffentlichen Mitteln unterhalten oder gefördert werden, sagt Künzel. Außerdem sollen die Schülerinnen und Schüler möglichst zu dauerhaften Besuchern dieser Einrichtungen werden.
Als zentrale Auftaktveranstaltung für das Projekt Kulturelle Bildung plant die Kulturverwaltung den 1. Kontaktpunkt Schule Kultur schoOLnart. Kultur macht Schule in Oldenburg am 21. Oktober im Kulturzentrum PFL. Beteiligen können sich Schulleitungen und Lehrkräfte an Oldenburger Schulen ebenso wie Vertreterinnen und Vertreter von Oldenburger Kultureinrichtungen, Kulturinitiativen sowie Künstlerinnen und Künstler.
Der Konzeptentwurf Kulturelle Bildung in der Stadt Oldenburg ist verankert in übergeordneten Konzepten wie dem Masterplan Kultur in der Stadt Oldenburg, dem Konzept Familienfreundliche Stadt Oldenburg und der integrierten Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung Bildungslandschaft Oldenburg. Auch das Konzept Interkultur der Integrationsbeauftragten der Stadt Oldenburg, das zurzeit entwickelt wird, bezieht Aspekte der Kulturellen Bildung ausdrücklich mit ein. Die Zukunftsperspektive besteht in der systematischen Ausweitung der Kulturellen Bildung auf alle Lebensphasen und Alterstufen.
Das Projekt Kulturelle Bildung wird entwickelt, koordiniert und umgesetzt von einer hauptamtlichen Projektleitung. Diese wurde zum 17. Februar dieses Jahres im Kulturbüro eingerichtet und ist mit Christiane Maaß besetzt.
Quelle: Stadt Oldenburg – Pressestelle
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