Oldenburg: Denkmalprofis informieren Liebhaber alter Häuser Monumentendienst macht Musterinspektion im Oldenburger Ziegelhofviertel
Pressemeldung vom 23. Oktober, 2009, 11:18 am
Oldenburg. Der Monumentendienst, eine 2004 als Informations- und Wartungsdienst für historische Gebäude in Weser-Ems gegründete Institution der Stiftung Kulturschatz Bauernhof, ist ab sofort auch für Oldenburger Denkmalbesitzer tätig. Am Dienstag, 27. Oktober, haben Bürgerinnen und Bürger von 10 bis 14 Uhr die Möglichkeit, sich von der Arbeit des Monumentendienstes im Rahmen einer Musterinspektion ein Bild zu machen. In der Hochhauser Strasse 42, im Oldenburger Ziegelhofviertel, wird eine Jugendstilvilla aus dem Jahr 1902 von den Denkmalexperten unter die Lupe genommen.
An diesem Gebäude, das in einem grundsätzlich guten Zustand ist, werden voraussichtlich die klassischen Schäden wie aufrostende Eisenteile und versteckte Wassereintritte festgestellt werden, sagt Dr. Julia Schulte to Bühne, Projektleiterin des Monumentendienstes. Auch Stadtbaurat Dr. Frank Pantel wird sich um 13 Uhr vom Können der Denkmalexperten überzeugen. Ich freue mich, dass nun neben der Unteren Denkmalschutzbehörde auch der Monumentendienst den Oldenburger Denkmaleigentümern zur Seite steht. Während von Seiten der Stadt die erforderlichen Genehmigungsverfahren nach dem Niedersächsischen Denkmalschutzgesetz begleitet werden, unterstützt der Monumentendienst Interessierte mit seinem bautechnischen Expertenwissen vor Ort, so Pantel.
Rund 700 Kunden in Weser-Ems haben inzwischen ihre historischen Gebäude dem Monumentendienst anvertraut. Baudenkmale prägen in hohem Maße die Kulturlandschaft. Die Pflege und Wartung der Gebäude stellt die Eigentümer und Bewohner jedoch immer wieder vor hohe Anforderungen. Wind und Wetter, unsachgemäße Baumaterialien, mangelnde Pflege und falsche Beurteilung der Bausubstanz führen häufig zu gravierenden Schäden. Hier bietet der Monumentendienst Unterstützung: Durch regelmäßige Inspektionen, die Ausführung kleinerer Unterhaltungsmaßnahmen und das Einleiten rechtzeitiger Instandsetzungsarbeiten konnten bislang viele Gebäude vor größeren Schäden bewahrt und die Eigentümer vor hohen Folgekosten geschützt werden.
Quelle: Stadt Oldenburg – Pressestelle
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