Leer: Krankenhaus Borkum muss gesichert werden
Pressemeldung vom 7. Dezember, 2009, 8:38 am
Leer. Mit der Ankündigung von Abdulkader Ali, die ärztliche Versorgung des Krankenhauses Borkum aus gesundheitlichen Gründen aufgeben zu müssen, ist nach Aussage von Landrat Bernhard Bramlage für die Insel Borkum eine schwierige Situation entstanden. Sie werde noch dadurch erschwert, dass die 1995 von der Stadt Borkum geschlossenen Verträge „alles andere als optimal“ seien.
Im ersten Schritt gelte es nun zu erreichen, dass der Fortbestand des Krankenhauses und die Planbettenzahl (acht) auch bei einem Trägerwechsel vom Niedersächsischen Sozialministerium nicht in Frage gestellt und von den Krankenkassen die finanziellen Grundlagen des Krankenhausbetriebes sichergestellt würden. Landrat Bramlage hat sich dazu jetzt mit der Bitte um Bestätigung an das Ministerium und an die Krankenkassen gewandt. Das Hauptproblem werde aber voraussichtlich die Sicherstellung der internistischen Versorgung durch einen Facharzt auf der Insel sein.
Auf dieses Problem hatten der Landkreis und das Klinikum Leer schon bei den ersten Gesprächen mit der Stadt Borkum und der Krankenhausleitung auf Borkum Anfang September hingewiesen. Schon auf dem Festland sei das für Krankenhäuser ein Problem.
Bramlage begrüßt die eigenen Bemühungen von Ali und der Kassenärztlichen Vereinigung um eine Nachfolgeregelung, die durch die Ausschreibung einer Arztstelle in der Dezember-Ausgabe des Niedersächsischen Ärzteblattes deutlich werde.
Mit dem Emder Oberbürgermeister Alwin Brinkmann, mit dem Bramlage ein Gespräch in der Angelegenheit geführt hat, besteht nach Angaben des Leeraner Landrats Einigkeit in der Frage der Vorgehensweise. Man werde sich weiterhin eng miteinander abstimmen, um Borkum auf dem Weg zu einer guten Lösung zu unterstützen.
Wenn die ärztliche Versorgung des Krankenhauses Borkum über das Klinikum in Emden sichergestellt werden könne, spricht aus Sicht von Bramlage nichts dagegen, weil die meisten Patienten von Borkum ohnehin zum Emder Krankenhaus verlegt würden. Und wenn die Zusammenarbeit mit dem näher gelegenen Krankenhaus Emden von Borkumer Seite befürwortet werde, sei das auch plausibel.
Unabhängig davon würden Landkreis und Klinikum Leer ihre Bemühungen gemeinsam mit der Borkumer Bürgermeisterin Kristin Mahlitz fortsetzen, den Fortbestand des Krankenhauses Borkum zu unterstützen.
Rückblickend, so Landrat Bramlage, wäre die heutige Situation wohl nicht entstanden, wenn der Rat der Stadt Borkum im Sommer 2006 den zusammen mit der Bürgermeisterin entwickelten Vorschlag des Klinikums Leer für eine langfristige Sicherung des Krankenhauses Borkum aufgegriffen hätte.
Quelle: Stadt Cuxhaven – Pressestelle
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