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Leer: Krankenhaus Borkum – Gespräch über Zukunft beim Landkreis Leer

Pressemeldung vom 25. Januar 2010, 08:33 Uhr

Leer. Nachdem auf die Anfragen von Landrat Bernhard Bramlage beim Niedersächsischen Sozialministerium und den Kostenträgern zu den Rahmenbedingungen für die Zukunft der stationären Krankenversorgung für Borkum erste Stellungnahmen vorliegen, hat Bramlage nun die Stadt Borkum, Vertreter der niedergelassenen Ärzte, des Sozialministeriums, der Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigung und der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft, sowie des Klinikums Leer und des Hans-Susemihl-Krankenhauses Emden für Montag zu einem Gespräch eingeladen. Im Vorfeld wurden mit mehreren Beteiligten auch Einzelgespräche geführt.

Am gleichen Nachmittag befasst sich der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Sport des Kreistages mit der Zukunft der stationären Krankenversorgung für die Insel Borkum.

Er erwarte, so Landrat Bramlage, dass die Beteiligten nun ihre Vorstellungen präzisieren, um daraus ein tragfähiges Konzept für die künftige stationäre Krankenversorgung für die Insel Borkum zu entwickeln. Für irgendein Taktieren sei dabei kein Raum. Er erwarte von denen, die sich in die Zukunftslösung einbringen wollten, Transparenz und Verlässlichkeit bei der weiteren Beratung und Entscheidung.

Auch wenn man bedauere, dass Herr Ali die fachinternistische Versorgung des Krankenhauses aus gesundheitlichen Gründen aufgeben müsse, so könne der Landkreis noch immer nicht erkennen, woraus Herr Ali angesichts der vertraglichen Vereinbarungen mit der Stadt die Berechtigung ableite, die ärztliche Versorgung des Krankenhauses so kurzfristig einzustellen. Von einem Zwang, ausgelöst durch eine Befristung der Vertretungsmöglichkeit bis zum 31. März 2010, könne schon erst recht nicht die Rede sein. Die Kassenärztliche Vereinigung habe im Gespräch Verständnis für die Situation auf Borkum gezeigt und große Flexibilität signalisiert.
Finanzielle Argumente von Herrn Ali für einen kurzfristigen Ausstieg bedürften sicher einer sehr kritischen Überprüfung durch die Stadt Borkum.

Die schon im Oktober letzten Jahres erbetenen Informationen über den Krankenhausbetrieb als Grundlage weiterer Überlegungen habe Herr Ali dem Landkreis noch immer nicht gegeben. Für jeden künftigen Krankenhausträger seien diese aber ebenso wichtig, wie die Frage, ob Herr Ali an eine Veräußerung oder Übertragung seines Kassenarztsitzes denke oder nicht. Auch das sei eine Weichenstellung, wenn künftig weiter eine belegärztliche Versorgung des Krankenhauses erwogen werde. Denkbar sei insoweit auch ein Erwerb des Kassenarztsitzes durch niedergelassene Ärzte auf der Insel Borkum und dessen Besetzung mit einem Internisten.

Bevor der Versuch einer anderweitigen internistischen Versorgung des Krankenhauses unternommen werde, erwarte er insoweit eine klarstellende Information durch die niedergelassenen Ärzte auf der Insel.

Das zentrale Problem bleibe die internistische Versorgung. Möglicherweise müssten auch alternative Versorgungsmodelle intensiv geprüft werden. Aber auch die Verfügbarkeit des Krankenhauses müsse rechtzeitig geklärt werden. Von einer Kündigung des Pachtvertrages durch Herrn Ali oder die Stadt Borkum sei ihm bisher nichts bekannt.

Quelle: Stadt Leer – Pressestelle

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