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Landkreis Göttingen: Landrat startet Wanderwegebeschilderung im Naturpark Münden

Pressemeldung vom 12. Mai 2011, 11:36 Uhr

Gemeinschaftsprojekt von Naturpark Münden, Nds. Forstamt Münden, Waldbesitzern, Grundeigentümern und Landkreis Göttingen –
114.000 € EU-Fördermittel aus dem Niedersächsischen Programm „Natur erleben“

Das Projekt „Naturerleben und Wandern entlang des Frau-Holle-Pfades im Naturpark Münden“ geht in die letzte Phase. Ziel ist es, den überregionalen Frau-Holle-Pfad zum Natur-Erlebnisweg für Familien mit Kindern und für alle interessierten Wanderer und Naturbesucher attraktiv zu gestalten. Kernelemente sind die Wanderwegebeschilderung, interessante Informationstafeln und die Schaffung von Erlebnisstationen. Der Frau-Holle-Pfad führt von Norden nach Süden rund 40 Kilometer durch den Naturpark Münden.

Anlässlich des Starts der Wanderwegebeschilderung im Naturpark Münden stellte der Vorsitzende des Naturparks Münden, Landrat Reinhard Schermann, gemeinsam mit Geschäftsführerin Sibylle Susat, das vorgesehene Konzept in Hemeln den Medien vor. Dabei betonte er, dass der Frau Holle Pfad, ursprünglich als Pilotweg vom „Runder Tisch Wandern“ zum Ausbau ausgewählt, als erstes Projekt umgesetzt und abgeschlossen werden kann. Unter Federführung des Naturparks Münden unterstützen das Nieders. Forstamt Münden, Waldbesitzer, Grundeigentümer, die GAB und der Internationale Bund und der Landkreis Göttingen die Arbeiten. Gleichzeitig bedankte er sich bei allen Beteiligten für das Verständnis und das hohe Maß an Kooperation.

Nach Angaben des Naturpark-Vorsitzenden wurde zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur im Naturpark Münden ein umfangreiches Wegekataster erstellt. Darüber hinaus wurde von über 100 Eigentümern die Erlaubnis für die Aufstellung der Wanderwegeschilder eingeholt. Damit sind die Voraussetzungen für die Installierung der Schilder in der Verantwortung der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung Südniedersachsen mbH (GAB) geschaffen.

Schermann betonte, dass die neuen, aus Aluminium gefertigten Schilder, sich durch einen hohen Informationsgehalt auszeichnen. Sie geben Auskunft über Ziele, Entfernungen, Einkehrmöglichkeiten oder Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel sowie die Anbindung an örtliche Rundwanderwege.
Die über 200 Wegweiserstandorte werden mit mehr als 500 Schildern ausgestattet.

Nach den weiteren Ausführungen des Vorsitzenden ist die Aufstellung der Informationstafeln am Totenberg, an der Bramburg, an der Ballertasche, am Hühnerfeld, am Endchlagbachtal und auf dem Haferberg vorgesehen. Sie enthalten u. a. Angaben über Naturschutz, über den vielfältigen, ökologisch wertvollen Naturraum und die naturgemäße, nachhaltige Forstwirtschaft.

Die beiden Erlebnisstationen – am Klusteich und oberhalb von Hemeln – wurden mit Hilfe des Internationalen Bundes (IB) bereits fertig gestellt. Sie wurden mit Hilfe des Märchenlandvereins Göttingen e.V. mit Elementen aus dem Märchen der Frau Holle ausgestattet.
Während die Kinder mit Ideen für Walderlebnisspiele aktiv sein können, ist auch für die Erholung suchenden Eltern gesorgt: zwei Holzliegen laden zum Blick in die Baumkronen ein, um die Wanderer und Waldbesucher einfach mal in eine andere Welt zu entführen.
Ein Fensterrahmen bietet einen schönen Blick aus dem Frau-Holle-Fenster ins Tal und an einer Apfeltorwand können große und kleine Waldbesucher ihr Wurfgeschick ausprobieren.

Am Klusteich hat das Nds. Forstamt Münden mit Hilfe von Mitarbeitern des Internationalen Bundes (IB) die Wandererschutzhütte aus der hinteren Teichzone umgesetzt und nahe des Weges wieder aufgebaut. Für Kinder gibt es in unmittelbarer Nähe der Schutzhütte einen Kiesstrand als Wasser-Erlebnisbereich. Wassererkundung am Bach und Walderkundung auf einem kleinen Rundgang sind mit Hilfe von Anleitungen möglich, und Anregungen für Walderlebnisspiele auf einer Tafel an der Schutzhütte laden zum Entdecken des Waldes mit allen Sinnen ein.
Arbeitsblätter und Walderlebnisspiele werden in naher Zukunft auch in einer Broschüre angeboten und auf der Homepage des Naturparks Münden zu finden sein.

Gefördert und unterstützt wird das 114.000,-€ umfassende Projekt von EFRE (Europ. Fonds für Regionalentwicklung). 80% werden aus EU- und Landesfördermitteln des Umweltministeriums bereitgestellt, 20% Kofinanzierung erfolgte durch die Volksbank-Stiftung und die Volksbank Dransfeld, Stiftung Zukunft Wald, das Nds. Forstamt Münden und die Naturpark-Gemeinden Niemetal, Dransfeld, Adelebsen und Staufenberg sowie der Sparkasse Münden.

Quelle: Landkreis Göttingen

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