Pressemeldungen aus Niedersachsen





Göttingen:Historische Altstadt-Nord wird für Förderprogramm untersucht

Pressemeldung vom 23. Juni, 2009, 3:39 pm

Göttingen. Investitionen in Höhe von rund elf Millionen Euro strebt die Stadt Göttingen für den Bereich der „Historischen Altstadt-Nord“ im Rahmen des Förderprogramms „Städtebaulicher Denkmalschutz“ an. Vorbereitende Untersuchungen sind nach Angaben der Stadtverwaltung inzwischen erarbeitet worden. Informationen dazu sowie zum vorgesehenen Abgrenzungsgebiet gibt es vom 26. Juni bis zum 10. Juli dieses Jahres im 11. Obergeschoss des Neuen Rathauses. Dort findet am 6. Juli um 17.00 Uhr im Raum 1118 die Veranstaltung zur Bürgerbeteiligung statt.

Bereits 2009 hat sich die Stadt um eine Aufnahme in das neue Städtebauförderungsprogrammprogramm beworben. Die städtischen Planungen beziehen sich dabei auf ein Gebiet, das im Westen und Norden durch die Wallanlagen unter Einbeziehung des Weender Tores, im Osten durch die Weender Straße einschließlich angrenzender Grundstücke und des Städtischen Museums sowie im Süden durch die Goetheallee begrenzt wird.

Gefördert werden zu zwei Dritteln durch Bundes- und Landesmittel Einzelprojekte als Bestandteile einer städtebaulichen Sanierungsmaßnahme, durch die baukulturell wertvolle Bausubstanz erhalten werden soll. Förderfähig sind deshalb beispielsweise:

- Maßnahmen zur Sicherung erhaltenswerter Gebäude, historischer Ensembles oder sonstiger baulicher Anlagen von geschichtlicher, künstlerischer oder städtebaulicher Bedeutung,

- die Modernisierung und Instandsetzung oder der Aus- und Umbau dieser Gebäude oder Ensembles,

- die Erhaltung und Umgestaltung von Straßen- und Platzräumen von geschichtlicher, künstlerischer oder städtebaulicher Bedeutung,

-  die Durchführung von Ordnungsmaßnahmen zur Erhaltung bzw. Wiederherstellung des historischen Stadtbildes und Stadtgrundrisses,

- die Leistungen von Sanierungsträgern zur Beratung von Eigentümern über die Einhaltung von Auflagen der Denkmalpflege oder aus örtlichen Satzungen.

Als Ergebnis der Voruntersuchungen wird als Abgrenzung ein Sanierungsgebiet vorgeschlagen, in dem u. a. die ehemalige Justizvollzugsanstalt, der Waageplatz, das ehemalige Stadtbadareal, das Städtische Museum sowie die verbindenden öffentlichen Räume liegen.

An erster Stelle stehen dringende Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen zum Erhalt des städtischen Museums als eines der hochrangigen Baudenkmale Göttingens. Teile des Gebäudes sind akut von Einsturz bedroht. Deshalb werden zur Zeit Notsicherungsmaßnahmen unternommen.  Der zweite Schwerpunkt betrifft die ehemalige Justizvollzugsanstalt. Hier geht es vorerst um Planungen für die Nachnutzung als Wissenshaus und spätere Umbaumaßnahmen.

Quelle: Stadt Göttingen – Pressestelle

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