Göttingen-Weende: Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende investiert in Patientensicherheit
Pressemeldung vom 21. Juli, 2010, 2:42 pm
23 000 Euro für 17 neue Automatisierte Externe Defibrillatoren (AED). Weender Krankenhaus ist eines der ersten Krankenhäuser der Region mit flächendeckender Ausstattung.
Für 17 neue Automatisierte Externe Defibrillatoren (AED) hat das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende rund 23 000 Euro investiert. Die Kosten setzen sich aus den Geräten selbst, den Wandschränken, Übungsdefibrillatoren und Einweisungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammen. Die robusten AEDs sind durch ihre Bau- und Funktionsweise besonders für Helfer geeignet, die nicht täglich mit Intensivmedizin in Berührung kommen, also auch für das Pflegepersonal auf den Normalstationen, aber auch Besucher des Krankenhauses.
"Das Weender Krankenhaus ist eines der ersten Krankenhäuser der Region, die diese kleinen lebensrettenden Geräte flächendeckend im gesamten Krankenhaus installiert hat", sagt Dr. Horst Wagner-Berger, stv. Chefarzt der Abteilung Klinische Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin. Wenn ein Besucher oder Patient des Krankenhauses unerwartet einen Herzinfarkt oder ein Herzkammerflimmern erleidet, ist bislang immer nur das innerklinische Notfallteam von der Intensivstation alarmiert worden. "Das Team ist zwar auch schnell vor Ort, muss aber mitunter weite Wege zurücklegen", so Wagner-Berger. "Jetzt ist auf allen Stationen und in den Funktionsbereichen ein AED installiert, der diese zeitliche Lücke schließt. Das ist ein deutliches Plus an Patientensicherheit." Bis zum Eintreffen des Notfallsteams übernimmt das Stationspersonal oder ein Laienhelfer die Versorgung des innerklinischen Notfallpatienten.
Nach dem Aufkleben von Elektroden analysiert der AED den Herzrhythmus des Patienten und entscheidet danach selbst, ob eine Defibrillation überhaupt notwendig ist. Nur bei einem positiven Ergebnis wird die Funktion freigeschaltet und kann durch den Anwender ausgelöst werden. Die neuen AED unterstützen die Handhabung auch durch akustische Sprachansagen. "Man kann mit den Geräten im Prinzip nichts falsch machen", so Wagner-Berger. "Im amerikanischen Raum sind AED weit verbreitet, aber auch in Europa und Deutschland finden die Geräte immer mehr Anklang."
Quelle: Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende gGmbH
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