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Göttingen: Stadtverwaltung weist Kritik an Beschäftigungsförderung zurück

Pressemeldung vom 16. Juni, 2009, 12:25 pm

Göttingen. Die Stadtverwaltung hat die Kritik des FDP – Ratsmitgliedes Ben Schröter an der Arbeitsmarktpolitik und Beschäftigungsförderung der Stadt als haltlos zurückgewiesen. Sozialdezernentin Dr. Dagmar Schlapeit–Beck wies in einer am Dienstag, 16. Juni 2009, veröffentlichen Erklärung darauf hin, dass Schröter wider besseren Wissens Statistiken zu den Ergebnissen von Arbeitsvermittlung und Integrationsleistungen zitiert habe, die nicht die tatsächlichen Arbeitsergebnisse der städtischen Beschäftigungsförderung wiedergäben.

Der Vorstand der Beschäftigungsförderung Göttingen Klaus Geide erklärte ergänzend, dass die Arbeitslosigkeit im Gebiet der Stadt Göttingen seit jeher stärker ausgeprägt sei als im Bundes- und Landesdurchschnitt oder im ländlichen Raum, weil rund 60 Prozent der im Stadtgebiet Göttingen angebotenen Arbeitsplätze von Berufseinpendlern besetzt seien.

Nach den Angaben Geides verlassen zusätzlich jährlich etwa 2.200 Absolventen allein die Universität Göttingen. Wer von ihnen im unmittelbaren Anschluss daran nicht sofort eine Arbeitsstelle finde und sich arbeitslos melde, übe naturgemäß einen negativen Einfluss auf die Quote der Arbeitslosigkeit in der Stadt aus. Der dritte von der Beschäftigungsförderung angeführte Aspekt: In Göttingen leben strukturell viele Arbeitslose mit erheblichen Vermittlungshemmnissen, die eine Eingliederung auf dem Arbeitsmarkt erschweren.

Die von der FDP darüber hinaus aufgestellte Behauptung, Arbeitsvermittlung und Fallmanagement der Stadt Göttingen seien weniger erfolgreich als im übrigen Bereich des Landkreises, ist nachweislich falsch, heißt es in der Erklärung. Ebenfalls unzutreffend sei die These, die Stadt Göttingen konzentriere sich ausschließlich auf den zweiten Arbeitsmarkt, während der Landkreis nur auf den ersten Arbeitsmarkt vermittele.

„Die Stadt Göttingen verfolgt das Prinzip der passgenauen Vermittlung. Wir benötigen also neben der erfolgreichen Vermittlung auf den ersten Arbeitsmarkt auch die Instrumente des zweiten Arbeitsmarktes für schwer vermittelbare Langzeitarbeitslose. Hierin besteht überhaupt kein Gegensatz“, erläuterte die Sozialdezernentin.

So dokumentiert  etwa eine vom Landkreis für das Stadtgebiet vorgenommene aktuelle Auswertung  für das Jahr 2009, dass über 55 Prozent der erreichten Vermittlungen in den ersten Arbeitsmarkt auf Arbeitslose entfallen, die ihren Wohnsitz im Gebiet der Stadt Göttingen haben. Im bisherigen Jahresverlauf konnten von den Fallmanagern der Stadt und der Beschäftigungsförderung trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bereits über 600 Arbeitslose mit Wohnsitz  in der Stadt  auf sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen des ersten Arbeitsmarktes vermittelt werde.

Quelle: Stadt Göttingen

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