Pressemeldungen aus Niedersachsen





Göttingen: Spieleautorentreffen am ersten Juni – Wochenende

Pressemeldung vom 26. Mai, 2010, 6:03 pm

Die Spielewelt blickt am 5. und 6. Juni 2010 nach Göttingen. In der Stadthalle treffen sich zum 29. Mal bekannte und unbekannte Spieleautoren. Für das interessierte Publikum besteht am Sonntag, 06.Juni 2010, von 10.00 bis 14.00 Uhr die Möglichkeit, etwa 300 Spieleneuheiten zu testen und einige auch schon zu kaufen. Ermöglicht wird ein Blick hinter die Kulissen. Spieleunikate werden vorgestellt, um dann irgendwann in ein oder zwei Jahren in die Kaufhausregale zu kommen. Der Vergleich lohnt und fällt meist gar nicht so schlecht für die etwa 200 Autoren aus ganz Europa und den USA aus, die in Göttingen ihre Neuheiten vorstellen.
Daneben stehen Autorenpreise im Vordergrund des Treffens in Göttingen. Alle entscheidenden Auszeichnungen für Spielautoren werden während des Autorentreffens in Göttingen vergeben. Wie in den letzten Jahren stellen mehr als 30 Nachwuchskräfte zum ersten Mal ihre Spielideen in Göttingen vor. Für sie hat die Jury "Spiel des Jahres" den "Förderpreis für junge Autoren" ausgeschrieben, der mit 3.000 Euro dotiert ist. Die Preisverleihung findet am Sonntag, 6. Juni, um 10.30 Uhr in der Stadthalle statt. Ebenfalls am Sonntag werden die Preisträger des "Wettbewerbs für Spielautoren", der seit nunmehr 22 Jahren erfolgreich in Herne durchgeführt wird, ihre Auszeichnung in Göttingen erhalten. Aus diesem Wettbewerb sind viele erfolgreiche Spiele hervorgegangen, u. a. das Spiel des Jahres 1997 "Mississippi Queen".
Außerdem verleiht die Stadt Göttingen zum vierzehnten Mal den "INNO-SPATZ" für besonders innovative Leistungen im Spielebereich. Ideell handelt es sich dabei um die wichtigste Auszeichnung für Spieleautoren, mit der ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro verbunden ist. Gewürdigt wird 2010 "BoardGameGeek", die größte Spieledatenbank, die Spiele, Spieleautoren und Spieleverlage katalogisiert. Weltweit greifen Spielinteressierte bei der Suche nach Informationen über Spiele auf diese Seite zurück, deren Macher am 5. Juni um 14.00 Uhr im großen Saal der Stadthalle den "INNO-SPATZ" erhalten.

Beispiele für beteiligte Autoren und ihre Spiele:
Ganz mathematisch geht es zu, wenn Christoph Lackmann aus dem oberfränkischen Frensdorf Würfelergebnisse mittels eines eigens konstruierten Würfelturms in ein Dreieckgitter verteilen lässt. Sein "Würfelfux" ermöglicht interessante Kniffel-Variationen. Um Zahlen geht es auch bei "Memo Pi" des Nörten-Hardenbergers Bilian Proffen, der ein Merkspiel mit Zahlen, Farben und geometrischen Figuren rund um die Zahl Pi entwickelt hat.
Eine ganz neue Dimension von "Vier gewinnt" eröffnet das Spiel "Vier" des Veranstalters Reinhold Wittig, bei dem es gilt, den Überblick über die unterschiedlichsten Vierervarianten zu behalten. Eine pfiffige Idee, die mit viel Taktik und etwas Glück zum Spielsieg führt.
Ganz außergewöhnliche Spiele stellt Samantha Neustädter aus Bremen vor. Die bildende Künstlerin schafft spielerische Kunstwerke in limitierten Auflagen. Sie verbindet mit ihren Ideen strategische Elemente und Zufallsprinzipien. Herausgekommen sind dabei das einfache Laufspiel "Teleportation" mit unterschiedlichen Spielplänen, das an Rommé angelehnte "5×10" mit eindrucksvoll gestalteten Künstlerkarten und die Schachvariante "Geldschach", an der sich auch mehr als zwei Spieler beteiligen können. Eine weitere Schachvariation bringt die Berlinerin Simone Schmidt mit "Zebrazone" mit nach Göttingen. Ihr gelingt eine Umsetzung, die auch als Raumdekor dienen kann.
Auf ihrem Schachbrett bewegen sich ausschließlich Springerfiguren, ergänzt durch schwarz-weiße Zebras, die Jokerfunktion in ihrer raffinierten Spielidee übernehmen.
Wer es komplexer möchte, wird bei den Düsseldorfern Stephan Rensing und Dietrich Potthoff fündig. Die beiden Autoren entführen in ihrem strategischen Geschichtsspiel "Ränke der Fürsten" in die mittelalterliche Königswahl. Dabei gilt es, die Kontrolle über die zur Wahl wichtigen Kurfürsten zu gewinnen. Wer lieber Science Fiction mag, dem gefällt wahrscheinlich "Space Corporations" von Andreas Wolfsteller aus Leipzig. So wie der Mond in Schätzings neuem Roman "Limit" Energie für die Erde liefert, so suchen Bergbauunternehmen bei Wolfsteller in einem bisher unerschlossenen Asteroidenfeld nach Rohstoffen.
Auf ganz andere Spuren begibt sich der Kölner Andreas Verweyen, der der "DNA" nachspürt., der Trägerin der Erbinformation. Und um die Paarbildung geht es in dem Spiel, in dem vier richtige Teile so schnell wie möglich gefunden werden müssen. Den kritischen Blicken der Verlagsredakteure und der spielinteressierten Göttinger Bevölkerung stellen sich auch die Niedersachsen Benedikt und Martin-Ernst Kraus. Bei ihnen dreht es sich nicht um die Bausteine des Lebens, sondern um Virenbekämpfung in einem Labor, also in einem geschützten Raum. Virenbausteine dürfen dabei nicht mit der bloßen Hand berührt werden, stattdessen werden sie mit Hubgreifern in den Raum gesetzt und dort zusammengebaut. Das Ziel des Spiels besteht darin, allein oder im Team in einer vorgegebenen Zeit einen Antikörper zu entwickeln, bevor eine Epidemie um sich greift.

Quelle: Göttingen – Öffentlichkeitsarbeit

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