Göttingen: Sonderausstellung “Wasser – Element des Lebens in Südniedersachsen”
Pressemeldung vom 8. Februar, 2010, 3:43 pm
Die Sonderausstellung "Wasser – Element des Lebens in Südniedersachsen" bietet ein Begleitprogramm an, in dessen Rahmen am Sonntag, 14. Februar 2010, um 15.00 Uhr der Archäologe Dr. Klaus Grote zum Thema "Heilige Quellen und Opferteiche – archäologische Quellen zu einem tiefen Problem" spricht. Dann wird im Tapetensaal des Städtischen Museums, Ritterplan 7/8, über die Rhumequelle im Untereichsfeld berichtet. Der Eintritt kostet 1,50 Euro. Quellen wurden zu allen Zeiten und überall auf der Welt als magische Orte verehrt, an denen ein Zugang zu unterirdischen Gottheiten vermutet wurde. Der stetige Wasseraustritt und die unergründliche Tiefe weckten schon früh religiöse Phantasien und machten sie oftmals zu kultisch verehrten Orten. Die Relikte der damaligen Opferbräuche erlauben Rückschlüsse auf frühere Jenseitsvorstellungen.
Bedeutende archäologische Funde, die aus dem Quellteich der Rhumequelle geborgen wurden, stammen aus verschiedenen Perioden der Ur- und Frühgeschichte, dem Mittelalter und der Neuzeit. Der Vortrag gibt Einblicke in die Historie dieses Quellopferplatzes und stellt ihn in eine Reihe mit anderen Kultquellen und -teichen im Göttinger Umkreis. Aus der Quelle geborgene Objekte, wie zum Beispiel steinerne Beile und Hacken, werden in der Ausstellung präsentiert.
Quelle: Göttingen – Öffentlichkeitsarbeit
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