Göttingen: Bürger, Unternehmen, Universität, Stadtwerke und Stadt ziehen an einem Strang
Pressemeldung vom 28. Oktober, 2009, 10:38 am
Göttingen. Mit Fördermitteln des Bundesumweltministeriums erarbeiten Stadt, Stadtwerke Göttingen AG und Georg-August Universität gemeinsam ein Klimaschutzkonzept für Göttingen. Eingeladen zur Teilnahme sind auch zahlreiche Partner aus Wirtschaft und Gesellschaft. Der Einladung zur Auftaktveranstaltung am 27. Oktober folgten über 100 Institutionen. Oberbürgermeister Wolfgang Meyer: „Wichtig ist uns die Mitwirkung wichtiger Akteure im Stadtgebiet, damit klimarelevante Maßnahmen auch umgesetzt werden und ihre regionale Wertschöpfungskraft entfalten können.“
Grundlage des Klimaschutzkonzepts ist die Energie- und CO2-Bilanz 2008 für Göttingen. Dank der Wärmeversorgung mit Erdgas und Fernwärme steht Göttingen schon recht klimafreundlich da. Der Stromverbrauch bei Privathaushalten und im gewerblichen Bereich (also ohne den Verkehrsanteil) fällt dadurch mit 55 Prozent der CO2-Emissionen deutlich stärker ins Gewicht, obwohl er nur etwa ein Drittel des Energieverbrauchs ausmacht.
Mit rund 24.000 Studierenden und mehr als 10.000 Beschäftigen ist die Universität einer der großen Arbeitgeber und Gebäudeeigentümer in Göttingen. Präsident Professor Kurt von Figura: „Wir beschäftigen uns mit Klimaschutzthemen in Forschung und Lehre, tragen jedoch auch selbst zur Verringerung von CO2-Emissionen bei. Von 2005 bis 2008 konnten wir den Verbrauch von Strom und Wärme um mehr als zehn Prozent senken. Wir sehen uns auf einem guten Weg und möchten in Zukunft den Anteil regenerativer Energie weiter ausbauen“
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Rund 75 Prozent der Treibhausgase entstehen im Energiebereich, daher haben sich die Träger vorgenommen, hier alle Möglichkeiten zu prüfen. Direktor Reinhard Kraft: „Die Stadtwerke Göttingen wollen auch zukünftig hochwertige Leistungen für ihre Kunden bieten, dazu gehören die Versorgung aus erneuerbaren Energien und mehr Energieeffizienz. Klimaschutz ist für uns ein wichtiger Wettbewerbsfaktor.“
Arbeitsgruppen beschäftigen sich in den nächsten Monaten mit konkreten und verbindlichen Maßnahmen, um bis zum Jahr 2020 eine deutliche Verringerung der Treibhausgase in Göttingen zu erreichen. Als Zielorientierung dient die Vorgabe des Bundes, bis 2020 rund 40 Prozent der CO2-Emissionen einzusparen. Bis Mai 2010 soll die Erarbeitung des Klimaschutzkonzepts abgeschlossen sein und die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Quelle: Stadt Göttingen – Pressestelle
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